{"id":1287,"date":"2014-10-15T19:27:28","date_gmt":"2014-10-15T18:27:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/?p=1287"},"modified":"2014-10-15T19:27:28","modified_gmt":"2014-10-15T18:27:28","slug":"suedseemyrte-gegen-unangenehme-gerueche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/2014\/10\/15\/suedseemyrte-gegen-unangenehme-gerueche\/","title":{"rendered":"S\u00fcdseemyrte gegen unangenehme Ger\u00fcche"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1289\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/manuka_waimangu.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1289\" src=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/manuka_waimangu.jpg\" alt=\"Bis ans Ufer des kochenden Baches wachsen die Manukastr\u00e4ucher.\" width=\"400\" height=\"267\" class=\"size-full wp-image-1289\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1289\" class=\"wp-caption-text\">Bis ans Ufer des kochenden Schwefelbaches wachsen die Manukastr\u00e4ucher.<\/p><\/div>\n<p><em>Leptospermum scoparium<\/em>, das Zartsamige (vom griech. <em>leptos<\/em> = d\u00fcnn, zart und <em>sperma<\/em> = Samen), ist der der botanische Name f\u00fcr einen der Hauptbestandteile dessen, was die Neuseel\u00e4nder auf der Nordinsel als <em>bush<\/em> (=alles au\u00dfer Siedlung oder Schaf-\/Kuhweide) bezeichnen. Auf Deutsch hei\u00dft er S\u00fcdseemyrte, Neuseelandmyrte, neuseel\u00e4ndischer Teebaum oder Manuka. W\u00e4hrend wir hier zu Lande Manuka vor allem in Form des \u00e4therischen Manuka\u00f6ls kennen oder vielleicht noch als Manukahonig, ist er bei den Maori eine wichtige Heilpflanze gegen viele verschiedene Leiden. Verdauungsbeschwerden, Hautprobleme, Infektionskrankheiten und die Wunden ihrer Krieger behandeln sie mit verschiedenen Teilen dieses robusten Strauches. Sogar die Karakiri, eine kleine Papageienart, soll Manukabl\u00e4tter fressen und sich ihre Federn mit zerkauten Bl\u00e4ttern einreiben, um Parasiten loszuwerden. <\/p>\n<p>Wissenschaftlich bewiesen ist auf jeden Fall, das Manuka\u00f6l antibakteriell und entz\u00fcndungshemmend wirkt. \u00c4hnlich wie das australische Teebaum\u00f6l, allerdings mit dem Unterschied, dass es &#8211; zumindest f\u00fcr meine Nase &#8211; etwas angenehmer riecht. Der Duft schwankt allerdings sehr stark je nach Herkunft und Wuchsbedingungen der Pflanze. Von eher s\u00fc\u00dflich-holzig bis fast stechend medizinisch kann alles dabei sein. In Neuseeland hatte ich das Gl\u00fcck, mit einem befreundeten Chemiker durch den <em>bush<\/em> zu wandern, der die chemische Zusammensetzung des Manuka\u00f6ls in verschiedenen Lebensr\u00e4umen untersucht hat. Die B\u00fcsche in der N\u00e4he der hei\u00dfen Schwefelquellen haben einen ganz anderen chemischen Fingerabdruck als die aus dem Wald oder in den Bergen. Woher allerdings das Manuka\u00f6l stammt, das man bei uns zu kaufen kriegt, konnte ich leider nicht herausfinden. Auf jeden Fall mag ich den Duft, wahrscheinlich auch, weil er mich an Neuseeland erinnert, und habe es jetzt zum ersten Mal auch in der Kosmetik verarbeitet, n\u00e4mlich als Deo. Da sollte es mit seiner keimhemmenden Wirkung theoretisch gut aufgehoben sein, unterst\u00fctzt von den Anti-Stink-Wirkstoffen Odex und Farnesol. Als Zutaten habe ich genommen:<\/p>\n<p>2 g Odex<br \/>\n1 g Farnesol<br \/>\n2 g Xanthan<br \/>\n40 g kosmetisches Basiswasser<br \/>\n60 g abgekochtes Wasser, handwarm<br \/>\n10 Tr Manuka\u00f6l<\/p>\n<p>Zuerst werden Odex und Farnesol im kosmetischen Basiswasser aufgel\u00f6st, dann das Xanthan unterger\u00fchrt. Anschlie\u00dfend kommt unter R\u00fchren das Wasser dazu und sollte der Mischung eine leicht gelartige Kosistenz geben. Zum Schluss wird noch das Manuka\u00f6l untergemischt. Ich habe das Deo in einen Deoroller gef\u00fcllt, damit l\u00e4sst es sich gut auftragen, und das Wichtigste: Es hat auch den Praxistest bestanden. Schwei\u00dfgeruch l\u00e4sst sich damit wirklich gut verhindern. Einen Unterschied in der Wirksamkeit konnte ich im Vergleich zu dem gekauften (nicht naturkosmetischen) Deo nicht feststellen, nachdem ich die beiden mehrere Tage im Wechsel getestet hatte. Dann werde ich bis zu meinem n\u00e4chsten Deo-Versuch wohl erst mal nach Manuka duften \ud83d\ude09<\/p>\n<div id=\"attachment_1285\" style=\"width: 277px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/manuka_deo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1285\" src=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/manuka_deo.jpg\" alt=\"Mein erster selbstgemachter Deo-Roller :-)\" width=\"267\" height=\"401\" class=\"size-full wp-image-1285\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1285\" class=\"wp-caption-text\">Mein erster selbstgemachter Deo-Roller \ud83d\ude42<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leptospermum scoparium, das Zartsamige (vom griech. leptos = d\u00fcnn, zart und sperma = Samen), ist der der botanische Name f\u00fcr einen der Hauptbestandteile dessen, was die Neuseel\u00e4nder auf der Nordinsel als bush (=alles au\u00dfer Siedlung oder Schaf-\/Kuhweide) bezeichnen. 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