{"id":1517,"date":"2015-02-25T22:24:37","date_gmt":"2015-02-25T21:24:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/?p=1517"},"modified":"2015-02-25T22:24:37","modified_gmt":"2015-02-25T21:24:37","slug":"das-gold-der-heiligen-hildegard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/2015\/02\/25\/das-gold-der-heiligen-hildegard\/","title":{"rendered":"Das Gold der heiligen Hildegard"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1542\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/birnhonig.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1542\" src=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/birnhonig.jpg\" alt=\"Gold im Glas\" width=\"300\" height=\"455\" class=\"size-full wp-image-1542\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1542\" class=\"wp-caption-text\">Gold im Glas<\/p><\/div>\n<p>Nachdem ich euch vor Kurzem schon das Electuarium als historische Arzneiform vorgestellt habe, kommt heute eine ganz nah verwandte Form davon: die Latwerge. Ganz klassisch ist das ein eingekochter Brei mit Heilkr\u00e4utern und Honig. In manchen Gegenden nennt man Zwetschgenmus heute noch so. Aber Zwetschgen kommen in dem Rezept, das ich gekocht habe, nicht vor. Ich habe mich am B\u00e4rwurz-Birnhonig nach Hildegard von Bingen versucht. Sie lobt dieses Mittel mit den Worten:<\/p>\n<blockquote><p>Die Birnhonig-Kur ist das k\u00f6stlichste Latwerge und wertvoller als Gold, weil es die Migr\u00e4ne vertreibt und die D\u00e4mpfigkeit mindert und alle Fehls\u00e4fte im Menschen vertilgt und den Menschen so reinigt, wie man einen Topf vom Schimmel reinigt.<\/p><\/blockquote>\n<p>An Mirg\u00e4ne und &#8222;D\u00e4mpfigkeit&#8220; leide ich zwar nicht, aber im Rahmen einer Fr\u00fchjahrskur klingt das mit dem &#8222;wie einen Topf vom Schimmel reinigen&#8220; nicht verkehrt. Daher habe ich mir folgende Zutaten bereit gelegt:<\/p>\n<p>1 kg Birnen<br \/>\n3 EL Honig<br \/>\n25 g B\u00e4rwurz<br \/>\n20 g Galgantwurzel<br \/>\n15 g S\u00fc\u00dfholzwurzel<br \/>\n10 g Bohnenkraut<\/p>\n<p>Zuerst werden die Birnen von Kerngeh\u00e4use befreit und in etwas Wasser weich gekocht. Das Kochwasser gie\u00dft man ab und p\u00fcriert die Birnen. Dann kommen die Kr\u00e4uter und der Honig dazu und man kocht das Ganz noch einmal auf. Da ich die Kr\u00e4uter nicht in pulverisierter Form hatte, habe ich die Masse vor dem Abf\u00fcllen durch ein Sieb gestrichen und noch einmal kurz erw\u00e4rmt. Dieses Mus schmeckt ziemlich ungew\u00f6hnlich. Irgendwo zwischen lecker und eklig. So ganz entscheiden konnte ich mich bisher nicht. Um damit eine Kur zu machen, nimmt man t\u00e4glich \u00fcber einen Zeitraum von 3-4 Wochen morgens 1 TL, mittags 2 TL und abends 3 TL. Man l\u00e4sst den Birnhonig dabei so lange im Mund, bis er sich aufgew\u00e4rmt hat. In der Zeit kann man dann \u00fcber den eigenartigen Geschmack meditieren \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich euch vor Kurzem schon das Electuarium als historische Arzneiform vorgestellt habe, kommt heute eine ganz nah verwandte Form davon: die Latwerge. Ganz klassisch ist das ein eingekochter Brei mit Heilkr\u00e4utern und Honig. 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