{"id":1624,"date":"2015-06-04T15:25:36","date_gmt":"2015-06-04T13:25:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/?p=1624"},"modified":"2015-06-04T15:25:36","modified_gmt":"2015-06-04T13:25:36","slug":"feentrank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/2015\/06\/04\/feentrank\/","title":{"rendered":"Feentrank"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_955\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/geissblatt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-955\" src=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/geissblatt.jpg\" alt=\"Ch\u00e8vrefeuille - wie der Parfumeur sagen w\u00fcrde ;-)\" width=\"400\" height=\"267\" class=\"size-full wp-image-955\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-955\" class=\"wp-caption-text\">Ch\u00e8vrefeuille &#8211; wie der Parfumeur sagen w\u00fcrde \ud83d\ude09<\/p><\/div>\n<p>Wenn abends aus der Hecke ein lieblicher Duft her\u00fcber weht, dann stammt der im Moment recht wahrscheinlich von den Bl\u00fcten des Gei\u00dfblattes. Gei\u00dfblatt ist irgendwie ein sehr unpoetischer Name f\u00fcr eine Blume mit so wunderbarem Duft. Das franz\u00f6sische Ch\u00e8vrefeuille klingt vielleicht f\u00fcr unsere Ohren besser, bedeutet aber haargenau das selbe. Immerhin beschreibt der englische Name Honeysuckle ganz gut, was man mit den Bl\u00fcten machen kann, n\u00e4mlich den Nektar &#8222;herauszuzeln&#8220;. Diesen Genuss sollte man sich nicht entgehen lassen, denn was normalerweise Nachtfaltern mit langen R\u00fcsseln vorbehalten ist, schmeckt auch anderen Leckerm\u00e4ulern. Wenn Feen etwas aus zarten Bl\u00fctenkelchen trinken, dann bestimmt Gei\u00dfblattnektar. <\/p>\n<p>Seltsamerweise findet das Gei\u00dfblatt bei uns kaum Verwendung in der Volksmedizin oder K\u00fcche. Bei unseren franz\u00f6sischen Nachbarn sieht das anders aus. Dort werden die Bl\u00fcten traditionell gegen Husten und Halsleiden verwendet und ihr Aroma nutzt man f\u00fcr Gel\u00e9e und Sirup. Inspiriert davon wollte ich dieses Jahr endlich einmal einen Gei\u00dfblattsirup probieren und habe mich abends zum Bl\u00fcten sammeln begeben. Da das Gei\u00dfblatt fast ausschlie\u00dflich von Nachtfaltern best\u00e4ubt wird, entfaltet es seinen vollen Duft auch erst mit Einbruch der Dunkelheit. Gepfl\u00fcckt werden die frisch ge\u00f6ffneten hellen Bl\u00fcten. Die \u00e4lteren sind leicht gelblich und nicht mehr so aromatisch. F\u00fcr meinen Sirup habe ich folgende Zutaten verwendet:<\/p>\n<p>1 Hand voll Gei\u00dfblattbl\u00fcten<br \/>\n150 ml Wasser<br \/>\n100 g Xylit (oder Zucker)<br \/>\n1 EL Zitronensaft<\/p>\n<div id=\"attachment_1626\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/geissblattsirup_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1626\" src=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/geissblattsirup_01.jpg\" alt=\"Die feinen Bl\u00fcten in die Sch\u00fcssel...\" width=\"400\" height=\"267\" class=\"size-full wp-image-1626\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1626\" class=\"wp-caption-text\">Die feinen Bl\u00fcten in die Sch\u00fcssel&#8230;<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_1627\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/geissblattsirup_02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1627\" src=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/geissblattsirup_02.jpg\" alt=\"... und noch etwas \u00fcberzuckert.\" width=\"400\" height=\"267\" class=\"size-full wp-image-1627\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1627\" class=\"wp-caption-text\">&#8230; und noch etwas \u00fcberzuckert.<\/p><\/div>\n<p>Zuerst werden die Bl\u00fcten in einer Sch\u00fcssel mit etwas Xylit \u00fcberstreut und mit dem Wasser \u00fcbergossen. Diese Mischung l\u00e4sst man am besten abgedeckt \u00fcber Nacht im K\u00fchlschrank ziehen. So nimmt das Zuckerwasser das Aroma sch\u00f6n an und duftet ganz verf\u00fchrerisch. Wer mag kann davon auch schon einen Schluck mit etwas Wasser verd\u00fcnnt kosten. Das ergibt schon eine wunderbare Limonade. F\u00fcr den Sirup werden die Bl\u00fcten abgeseiht und leicht ausgedr\u00fcckt. Das aromatische Wasser wird mit dem Rest des Xylits zu einem Sirup gekocht und zum Schluss kommt noch der Zitronensaft dazu. Den Sirup f\u00fcllt man am besten noch hei\u00df in ein sauberes Fl\u00e4schchen. Fertig ist der Dufttraum zum Trinken!<\/p>\n<p>Bisher habe ich Sirup ja immer mit normalem Haushaltszucker gekocht. Diesmal wollte ich versuchen, ob es mit Xylit auch geht. Das ist ein Zuckeraustauschstoff, der f\u00fcr meinen Geschmack wesentlich mehr nach Zucker schmeckt als die meisten anderen S\u00fc\u00dfstoffe. Obendrein hat er den gro\u00dfen Vorteil sehr zahnfreundlich zu sein, da ihn die Kariesbakterien gar nicht gerne m\u00f6gen. Mit meinem ersten Versuch bin ich sehr zufrieden. Schmeckt gut, gibt einen normalen Sirup und \u00fcbert\u00f6nt das Aroma der Gei\u00dfblattbl\u00fcten nicht. Um die ging es in meinem Experiment ja haupts\u00e4chlich. Sehr zu meiner Freude schmeckt der Sirup wirklich so, wie die Bl\u00fcten duften. Ein richtiger Elfentrank also \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Nur eine kleine Warnung: Die roten Beeren des Gei\u00dfblattes sind anders als die Bl\u00fcten giftig und es hei\u00dft, nur junge M\u00e4dchen k\u00f6nnen Gei\u00dfblattbl\u00fcten pfl\u00fccken, ohne sich bald zu verlieben \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn abends aus der Hecke ein lieblicher Duft her\u00fcber weht, dann stammt der im Moment recht wahrscheinlich von den Bl\u00fcten des Gei\u00dfblattes. 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