{"id":1663,"date":"2015-07-25T11:00:53","date_gmt":"2015-07-25T09:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/?p=1663"},"modified":"2015-07-25T11:00:53","modified_gmt":"2015-07-25T09:00:53","slug":"kraeuterbuschen-v-duft-im-strauss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/2015\/07\/25\/kraeuterbuschen-v-duft-im-strauss\/","title":{"rendered":"Kr\u00e4uterbuschen V: Duft im Strau\u00df"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1712\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/minze_morgensonne.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1712\" src=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/minze_morgensonne.jpg\" alt=\"Morgenimpression im Balkonkasten\" width=\"400\" height=\"267\" class=\"size-full wp-image-1712\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1712\" class=\"wp-caption-text\">Morgenimpression im Balkonkasten<\/p><\/div>\n<p>Was stark duftet, muss doch irgendwie auch stark wirken? Klingt doch einleuchtend und genau so dachten unsere Vorfahren auch. Gerade in fr\u00fchrer Zeit, wo viele nicht so angenehme Ger\u00fcche noch zum Alltag der Menschen geh\u00f6rten und zum Teil auch f\u00fcr bestimmte Krankheiten verantwortlich gemacht wurden, wundert es nicht, dass vielen stark riechenden Pflanzen Heil- und Zauberwirkung zugesprochen wurde. Zumindest die Heilwirkung konnte von der modernen Heilkunde nicht selten best\u00e4tigt werden. Nat\u00fcrlich geh\u00f6ren auch in unseren Kr\u00e4uterbuschen einige Duftkr\u00e4uter. Allen voran sind das:<\/p>\n<ul>\n<li>Quendel (<em>Thymus pulegoides<\/em>)<\/li>\n<li>Thymian (<em>Thymus vulgaris<\/em>)<\/li>\n<li>Dost (Oregano, <em>Origanum vulgare<\/em>)<\/li>\n<li>Majoran (<em>Origanum majorana<\/em>)<\/li>\n<li>Minze (<em>Mentha sp.<\/em>)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie man schon an den botanischen Namen sieht, haben wir hier zwei &#8222;Geschwisterpaare&#8220;. Majoran und Thymian kennen wir meist aus dem Garten, w\u00e4hrend Dost und Quendel bei uns auch wild wachsen. Allen vieren wurde eine sehr starke teufels-, d\u00e4monen- und unheilvertreibende Wirkung zugesprochen. Der Thymian war schon in der Antike als eine der Pflanzen gegen Leiden des Bronchialsystems hoch gesch\u00e4tzt und das hat sich \u00fcber die Jahrtausende nicht ver\u00e4ndert. Sein Verwandter der Quendel dagegen war eine ausgeprochene Frauenpflanze. Bisweilen wird er sogar auch als &#8222;Liebfrauenbettstroh&#8220; bezeichnet und war wie das Labkraut der Freya geweiht (\u00fcbrigens wurden auch der r\u00f6mischen Venus an manchen Orten Thymian und Rosen geopfert). In England gilt der wilde Thymian als bevorzugter Aufenthaltsort von Feen und, um sie zu sehen, soll es helfen, sich die Augenlider mit Thymiantee zu waschen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1713\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/dost.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1713\" src=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/dost.jpg\" alt=\"Hummeln, Bienen und Schmettelinge lieben den Dost...\" width=\"400\" height=\"267\" class=\"size-full wp-image-1713\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1713\" class=\"wp-caption-text\">Hummeln, Bienen und Schmettelinge lieben den Dost&#8230;<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_1714\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/majoran.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1714\" src=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/majoran.jpg\" alt=\"... und seinen Verwandten den Majoran ebenso\" width=\"400\" height=\"267\" class=\"size-full wp-image-1714\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1714\" class=\"wp-caption-text\">&#8230; und seinen Verwandten den Majoran ebenso<\/p><\/div>\n<p>Auch wenn er heute wir ihn heute fast nur noch als Oregano aus dem Gew\u00fcrzregal kennen, war der Dost fr\u00fcher eine <em>der<\/em> Schutzpflanzen schlechthin. Wer ihn bei sich trug, war gegen Teufel, Hexen, D\u00e4monen und alle anderen Arten von b\u00f6swilligen Wesen gefeit. Ebenso galt er als Universalheilmittel. Egal ob Verdauungprobleme, Frauenleiden, Schw\u00e4chezust\u00e4nde, Fallsucht oder Liebeskummer (!), der Dost sollte dagegen helfen. Als &#8222;Kr\u00e4utlein Wohlgemut&#8220; stand er im Ruf auch Schwermut und Traurigkeit zu vertreiben. Und nat\u00fcrlich hat der Sage nach Maria dem Jesuskind dieses Kr\u00e4utlein in die Wiege gelegt. \u00c4hnlich wie der Dost wurde auch sein Verwandter der Majoran verwendet, wobei ihm bei uns im Volksglauben eine geringere Bedeutung zukommt.<\/p>\n<div id=\"attachment_1715\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/minztee.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1715\" src=\"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/minztee.jpg\" alt=\"Die Minze macht sich nicht nur im Kr\u00e4uterbuschen gut ;-)\" width=\"400\" height=\"267\" class=\"size-full wp-image-1715\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1715\" class=\"wp-caption-text\">Die Minze macht sich nicht nur im Kr\u00e4uterbuschen gut \ud83d\ude09<\/p><\/div>\n<p>Obwohl sie eindeutig auch zu den Duftpflanzen geh\u00f6rt und fr\u00fcher wie heute zu den beliebtesten Heilkr\u00e4utern, spielt die Minze bei uns keine so bedeutende Rolle im Volksglauben. Ein Zweiglein Pfefferminze geh\u00f6rt allerdings meistens auch in den Kr\u00e4uterbuschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was stark duftet, muss doch irgendwie auch stark wirken? Klingt doch einleuchtend und genau so dachten unsere Vorfahren auch. 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