{"id":1848,"date":"2016-01-22T19:51:15","date_gmt":"2016-01-22T18:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/?p=1848"},"modified":"2016-01-22T19:51:15","modified_gmt":"2016-01-22T18:51:15","slug":"sauber-mit-oel-die-oil-cleansing-method-im-selbsttest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kleine-miri.de\/blog\/2016\/01\/22\/sauber-mit-oel-die-oil-cleansing-method-im-selbsttest\/","title":{"rendered":"Sauber mit \u00d6l &#8211; die Oil Cleansing Method im Selbsttest"},"content":{"rendered":"<p>Sch\u00f6ne Haut, ein strahlender Teint ohne Unreinheiten, fettgl\u00e4nzende Stellen oder andere kleine Makel &#8211; von diesem Traum lebt wohl die ganze Kosmetikindustrie und das nicht gerade schlecht. Entsprechend misstrauisch bin ich eigentlich, wenn etwas mit solchen Versprechungen angepriesen wird, selbst wenn es sich dabei um etwas ganz nat\u00fcrliches handelt. Im weiten Web bin ich auf meiner Recherche zum Thema Haut\u00f6le f\u00fcr&#8217;s Gesicht auf englischsprachigen Blogs und Seiten auf die sogenannte <em>Oil Cleansing Method<\/em> aufmerksam geworden. Auf der gleichnamigen Seite wird diese Methode, das Gesicht mit einer Mischung aus reinen Pflanzen\u00f6len zu reinigen und gleichzeitig zu pflegen, hoch gelobt, aber auch gut beschrieben. Geld verdient die Autorin also schon mal nicht damit, was mich dann doch etwas vertrauensvoller gestimmt und au\u00dferdem sehr neugierig gemacht hat. Einfach zwei \u00d6le mischen und sich damit den ganzen Aufwand des Cremer\u00fchrens sparen? Naja, einen Versuch ist das auf jeden Fall wert. Also habe ich noch am selben Abend \u00d6le und Fl\u00e4schchen aus dem Schrank geholt und das Mischen angefangen. Man braucht nur Rhizinus\u00f6l und ein anderes fettes \u00d6l wie z.Bsp. Sonnenblume, Jojoba, Mandel oder was man sonst gerade so hat. Als Faustregel f\u00fcr die Msichungsverh\u00e4ltnisse der \u00d6le nach Hauttypen gilt wohl:<\/p>\n<ul>\n<li>fettige Haut: 30% Rhizinus\u00f6l und 70% anderes \u00d6l<\/li>\n<li>normale Haut: 20% Rhizinus\u00f6l und 80% anderes \u00d6l<\/li>\n<li>trockene Haut: 10% Rhizinus\u00f6l und 90% anderes \u00d6l<\/li>\n<\/ul>\n<p>Rhizinus\u00f6l wirkt reinigend, entz\u00fcndungshemmend und ausgleichend auf die Talgproduktion. Zu viel davon kann, obwohl es ein fettes \u00d6l ist, die Haut austrocknen. Klingt paradox, liegt aber an der Zusammensetzung an Fetts\u00e4uren. Und keine Angst: Solange man es sich nur ins Gesicht oder auf die Lippen schmiert (gibt \u00fcbrigens auch einen sch\u00f6nen Glanz in Lippenpflegestiften) und nicht in gr\u00f6\u00dferen Mengen konsumiert, muss man auch keinen Durchfall f\u00fcrchten \ud83d\ude09 Au\u00dferdem ist es tats\u00e4chlich so, dass gerade fettige Haut sich von stark entfettenden Reinigungsmitteln wie Seife o.\u00e4. oft zu noch gr\u00f6\u00dferen H\u00f6chstleistungen der Talgproduktion angespornt f\u00fchlt. Also scheint ein\u00f6len gegen zu viel Hautfett gar nicht so abwegig. F\u00fcr mein Reinigungs\u00f6l habe ich folgendes Mischungsverh\u00e4ltnis gew\u00e4hlt:<\/p>\n<p>50% Jojoba\u00f6l<br \/>\n25% Traubenkern\u00f6l<br \/>\n25% Rhizinus\u00f6l<\/p>\n<p>Die Reinigungs- und Pflegeroutine f\u00fcr den Abend sieht folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n<ol>\n<li>Etwas von dem \u00d6l auf die Handfl\u00e4che geben und leicht verreiben. Das \u00d6l dann gr\u00fcndlich in die Gesichtshaut einmassieren. Daf\u00fcr darf man sich nat\u00fcrlich sch\u00f6n Zeit nehmen und es genie\u00dfen. Da das \u00d6l nicht nur Hautfett, sondern auch Makeup, Schmutz und anderes l\u00f6st, was nicht auf&#8217;s Gesicht geh\u00f6rt, braucht man sich vorher auch nicht zu waschen oder abzuschminken.<\/li>\n<li>Wenn es gut einmassiert ist, nimmt man einen Waschlappen und h\u00e4lt ihn unter richtig hei\u00dfes Wasser aus dem Hahn. Dann wringt man ihn kurz aus und legt ihn auf das Gesicht bis er sich abgek\u00fchlt hat. So zu sagen ein Mini-Dampfbad. Diese Prozedur wiederholt man solange, bis sich die Haut nicht mehr \u00f6lig anf\u00fchlt. Man darf auch sanft wischen, aber nicht rubbeln! Das k\u00f6nnte die Haut reizen.<\/li>\n<li>Wenn sich die Haut danach zu trocken anf\u00fchlt, kann man noch ganz sparsam etwas \u00d6l auftragen, ansonsten darf man einfach ins Bett gehen und sich \u00fcber seine sch\u00f6ne weiche Haut freuen. Cremen am Morgen soll angeblich nicht n\u00f6tig sein.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Meine Erfahrung<\/strong><\/p>\n<p>Voller Enthusiasmus habe ich diese Methode nat\u00fcrlich gleich ausprobiert. Die Haut ist nach dieser Behandlung tats\u00e4chlich wunderbar weich und strahlt richtig. Allerdings wurde meine Haut bei t\u00e4glicher Anwendung tats\u00e4chlich zu trocken und viel reiner oder unreiner als mit meiner \u00fcblichen selbstger\u00fchrten Creme war sie auch nicht. Dann habe ich es mit &#8222;Nach\u00f6len&#8220; mit einem Gesichts\u00f6l ohne Rhizinus\u00f6l probiert. Das hat nicht viel ge\u00e4ndert. Jeden Tag Dampfbad braucht meine Haut wohl nicht, zumal ich mich normalerweis auch nicht schmicke und mein \u00fcbliches &#8222;Reinigungsmittel&#8220; aus einem Schlag Wasser ins Gesicht besteht. Nach einer Weile bin ich also wieder umgestiegen auf meine selbstger\u00fchrte Creme. Die <em>Oil Cleansing Method<\/em> wende ich nun nicht mehr t\u00e4glich an, sondern nur, wenn ich das Gef\u00fchl habe, eine porentiefe Reinigung zu brauchen, oder zu faul f\u00fcr eine Maske bin. So ein oder zwei Mal die Woche ist daf\u00fcr perfekt. Die Reinigungskraft kann ich dieser Methode wirklich nicht absprechen und ein sch\u00f6nes Abendritual ist sie auch. Ausprobieren lohnt sich also, zumal sich der Aufwand an Geld und Zeit im Vergleich zu anderen selbstgemachten Kosmetika extrem im Rahmen h\u00e4lt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00f6ne Haut, ein strahlender Teint ohne Unreinheiten, fettgl\u00e4nzende Stellen oder andere kleine Makel &#8211; von diesem Traum lebt wohl die ganze Kosmetikindustrie und das nicht gerade schlecht. 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