Winter im Hexengarten: Gegen der Winter-Blues

Am Sonntag hat tatsächlich mal die Sonne kurz rausgeschaut und ich habe im Vorgarten und in einem Park die ersten Winterlinge entdeckt. Alle schön mit den Köpfchen Richtung Sonne. Mein erster Gedanke war: „Ihr macht alles richtig!“ So habe ich auch ein bisschen Sonne getankt und mich abends sehr gefreut, als mich dazu noch genau der passende Beitrag von Bernd erreichte. Den will ich auch gleich hier mit euch teilen.

Gegen den Winter-Blues

Seit was weiß ich wie vielen Tagen hängt der Himmel gefühlt in der Krone des Apfelbaums. Ein Winter, der temperaturmäßig immer noch keiner ist und mit grauer Langeweile die Laune verhagelt.

Aber gegen den Blues hilft ein, na klar, ein Gang in den Garten. Phönixgleich regt er sich schon jetzt zu neuem Leben, noch im Kleinen, aber deutlich. Narzissen, Tulpen, Hyazinthen und Goldmohn lugen aus der Erde, ein Versprechen kräftiger Farben. Schneeglöckchen, Winterlinge, Nieswurz, Rosmarin und die ersten Primeln und Schleifenblumen knospen oder blühen bereits. Der Schnittlauch zeigt zarte Halme, und der Lorbeer, der im vergangenen Frühjahr recht mickrig aussah, hat seitdem nicht aufgehört zu treiben.  

Mit dem frühen Sprießen steigt in mir die Vorfreude: Was wird das neue Gartenjahr bringen? Im vergangenen Herbst habe ich „Ausreißer“ von Frauenmantel und Walderdbeeren aus dem Beet entfernt und unters Gehölz gepflanzt. Dort wollte ich schon längst Bodendecker angelegt haben – und warum dazu nicht verwenden, was einem der Garten selbst anbietet. Mal schauen, ob die Umzugsaktion erfolgreich war. Aktuell dominieren die Winterlinge diese Stelle.

Nahebei, sozusagen im hintersten Winkel des Gartens unter einem Flieder, haben sich seit einiger Zeit in einem Haufen Strauchabschnitt, Blättern, Grassoden und alter Blumenerde aus Töpfen vermengt. Auf diesem „Hochbeet“ habe ich im vergangenen Jahr Samen abgeblühter Akelei sowie Ableger von Wirbeldost und – na, was wohl? – Walderdbeeren ausgebracht. Die ersten Triebe nun lassen mich hoffen… Wir haben noch ein, zwei Stellen im Garten, die sich ebenfalls auf eine solche Weise aufpeppen ließen. Experimentieren macht einfach Spaß!   

Liebe Grüße in die Runde – auch von Iris,
Bernd 

Vielen Dank, lieber Bernd, für diesen poetischen Blick in den Garten! Das löst bei mir schon Vorfreude auf den „Sommer im Hexengarten“ aus 🙂 Die Schneeglöckchen spitzen bei uns auch schon raus und ich staune immer wieder darüber, wie hart so kleine Blümchen im nehmen sind. Gestern Sonnenschein und heute werden sie von Wind und Schneeregen gebeutelt. Daran können wir uns wirklich ein Beispiel nehmen und uns freuen, solche Tage in unseren gemütlichen, warmen Vier-Wänden verbringen zu dürfen. Mal sehen, wie viel Winter dieser Winter noch für uns bereit hält. Wie auch immer er sich uns noch zeigen mag, wie Bernd so schön feststellt: ein kleiner Gang ins Grüne hilft immer.

3 Kommentare zu “Winter im Hexengarten: Gegen der Winter-Blues

  1. 2. Februar 2022 um 14:06

    Oh wie schön bei Euch ist tatsächlich schon fast der Frühling . Schneeglöckchen treiben bei uns gerade die Spitzen aus der Erde, allerdings fangen die ersten männlichen Kätzchen der Haselnüsse an gelb zu werden, aber noch keine weibliche rote Blüte. Im Wald habe ich doch tatsächlich die 1. blühende Nieswurz entdeckt.
    Leider gedeihen bei mir im Garten keine Winterlinge -wahrscheinlich falscher Boden und ich kann sie nicht in Ruhe lassen irgendwie muss ich immer drum herum häkeln und das mögen die Winterlinge nicht.
    Bin sehr neidisch auf Eure.
    Liebe Grüße
    Claudia

  2. Doris
    3. Februar 2022 um 22:07

    Ein schöner Einblick in euren Garten wieder, lieber Bernd (und liebe Iris, natürlich!), vielen Dank dafür. Ja, rausgehen hilft eigentlich immer. Heute war hier der erste Tag mit einer Frühlingsahnung in der Luft, aber mir scheint, ihr seid viel weiter, was Triebe und Blüten angeht. Ich muss morgen direkt nachschauen, ob die wild wachsenden Winterlinge bei mir um die Ecke schon blühen und ob die Schneeglöckchen bei den Nachbarn schon da sind. In den letzten Tagen war das Wetter so gruselig, dass ich nicht drauf geachtet habe. Der Schnittlauch hat auf jeden Fall noch nicht durchgetrieben, aber das macht nichts – ich habe noch so viel eingefroren, der reicht noch eine ganze Weile. Ich bin gespannt, ob deine „Ausreißer“ gut anwachsen.

    Herzliche Grüße!
    Doris

  3. Andreas
    5. Februar 2022 um 17:32

    Hallo Bernd,

    Dein Beitrag macht schon richtig Lust aufs neue Gartenjahr. Um die Walderdbeeren beneide ich Euch ein wenig, sowas hätte ich auch gerne direkt vor dem Haus. In meinem kleine Stück Vorgarten blühen bisher nur die Schneeglöckchen und die erste Christrose fängt an, Blüten zu bilden. Die Primeln schauen zumindest schon mal mit frischen Blättern aus der Erde.

    Viele Grüße, auch an Iris
    Andreas

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