Vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit?

Es wird langsam Frühling

Es wird langsam Frühling

Die Sonne scheint langsam etwas kräftiger, Schneeglöckchen und Winterlinge recken ihre Blütenköpfchen empor und der Wind scheint manchmal schon einen ersten Hauch Frühling durch die kahlen Bäume zu tragen. Die Natur richtet sich allmählich auf’s Aufwachen ein. Bloß ich fühle mich etwas, als wäre der Winterschlaf der Frühjahrsmüdigkeit gewichen. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, mal wieder eine klassische Frühjahrskur zu machen. Im Reformhaus, wo ich mich nach Pflanzenpressäften umschaue, stehen die Zeichen auch auf Frühjahrskur, nur dass das heute natürlich nicht mehr Frühjahrskur oder Blutreinigung heißt, sondern „Detox“… Von der Idee her steckt freilich das selbe dahinter: Stoffwechsel und Ausscheidung aktivieren.

Lichtmangel, wenig Bewegung, üppiges, aber nicht sehr vitaminreiches Essen und Wetterumschwünge führen tatsächlich dazu, dass der Organismus nach dem Winter erst wieder auf Touren kommen muss. Eine Frühjahrskur kann dabei helfen. Ürigens ist das wirklich keine neumodische Erfindung. Schon im alten Testament finden sich Hinweise darauf, dass man im Frühjahr bittere Kräuter essen soll und – auch wenn schon März ist – unser Monatsname Februar kommt vom altrömischen Reinigungsfest februa und nicht umsonst liegt im Frühling auch die christliche Fastenzeit. Wichtige und sinnvolle Bausteine einer Frühjahrskur sind:

  • leichte, vitaminreiche Ernährung, sobald es möglich ist natürlich mit den passenden frischen Wildkräutern
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser, dünne Kräutertees, stark verdünnte Obst- und Gemüsesäfte)
  • Verzicht auf Alkohol, Nikotin, Kaffe und andere „Genussgifte“
  • regelmäßige Bewegung möglichst an der frischen Luft und natürlichem Licht
  • Anregung der Ausscheidungorgane Niere, Leber, Darm und Haut durch Heilpflanzen und Therpieanwendungen

Mit Teetrinken alleine ist es also nicht getan, auch wenn das freilich mit dazu gehört. Klassische Teepflanzen für die Frühjahrskur sind unter anderem Brennessel, Löwenzahn und Birke. Allerdings gibt es da noch so viele gute Sachen außer Tees, die man sich dafür zu Nutze machen kann. Deswegen möchte ich euch mit meiner kleinen Reihe an Frühjahrskur-Beiträgen in den nächsten Wochen dazu animieren, es vielleicht einfach mal zu probieren, und euch Rezepte jenseits der klassischen Teemischungen vorstellen. Seid ihr mit dabei?

3 Kommentare zu “Vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit?

  1. 11. März 2016 um 21:25

    Hi Miri,
    oh ja, das wäre eine gute Sache. Ich bin schon seit einiger Zeit ziemlich schlapp, wie jedes Jahr um die Zeit. Würde mich über neue Anregungen freuen. 🙂
    Liebe Grüße,
    Doris

  2. 12. März 2016 um 19:58

    Auja, da freu ich drauf.
    Ich werde zwar nicht auf mein Genussgift schwarzer Ostfriesentee verzichten, es kann aber nie schaden den Kräuterteeanteil zu erhöhen.
    lG, gesche

    • mirjam
      13. März 2016 um 21:19

      Naja, wie „schlimm“ schwarzer Tee ist, weiß ich auch nicht. Bei mir regt er auf jeden Fall die Nieren an 😉

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