Zwei kleine Nothelfer bei Mückenstichen

Ja, jetzt ist wieder Sommer. Blühender Holunder, erste Sommerfrüchte und lauer Abende auf dem Balkon. Allerdings gefällt das warme Wetter nicht nur uns, sondern auch den Insekten. Klar, über Schmetterlinge und Bienchen freuen sich die meisten, aber spätestens, wenn sich die sechsbeinigen Nachbarn mit einem hohen Summton nähern und auf unser Blut aus sind, hört bei den allermeisten die Tierliebe auf 😉 Eigentlich wäre ein Mückenstich ja auch nicht so schlimm, zumindest in unseren Breiten, wo wir dadurch (noch?) keine Krankheiten zu befürchten haben, wenn er bloß nicht so jucken würde. Zum Glück gibt es da ein paar gute Hausmittel, die ich nach meinem letzten Waldspaziergang auch gut gebrauchen konnte. Meine beiden Lieblinge darunter sind im Moment Lavendelöl und Epsom-Salz.

Lavendelöl gehört zu den wenigen ätherischen Ölen, die man als Erwachsener ohne Probleme pur auf der Haut anwenden kann. Und genau so hilft es auch super gegen juckende Mückenstiche. Einfach ein paar Tropfen auf ein Tüchlein oder Wattepad und die Stiche damit einreiben. Das klingt so simpel und hilft so schnell und zuverlässig.

Eis hilft ja innerlich angewandt gegen manche Leiden, aber auch gegen Mückenstiche?

Weniger bekannt bei uns ist, dass auch Magnesiumsulfat sich bei Juckreiz einsetzen lässt. In den englischsprachigen Ländern wird das Epsom salt (es heißt dort so, weil es früher vor allem im Kurort Epsom aus dem stark Magnesiumsulfat-haltigen Wasser hergestellt wurde) als so eine Art Universalhausmittel verwendet. Gegen Sonnenbrand und Muskelkater, für schöne Haut und Haare und sogar als Magnesiumdünger für die Topfpflanzen – die ihm zugesprochene Liste an Wirkungen ist lang. Und ich bin am probieren, welche Rezepte ich euch vielleicht demnächst guten Gewissens weiterempfehlen kann. Eines davon hat mir die letzten Tage schon geholfen: das bug bite remedy. Dafür nimmt man:

ca. 200 ml Wasser
1 TL Epsom-Salz (~ 5 g)

Das Wasser kocht man erst auf und löst dann darin das Salz auf. Dieses Salzwasser stellt man in einem passenden Gefäß in den Tiefkühler und lässt es gefrieren. Durch den Salzanteil wird es kein fester Eisblock, sondern bekommt eine Konsistenz wie etwa Sorbet. Es lässt sich also mit dem Finger oder einem Löffel auf den Stich auftragen. Eine Alternative wäre auch, das Salzwasser in Lippenstifthülsen und Eisförmchen zu füllen. Dann könnte man es direkt auf der betroffenen Stelle anwenden. Mir hat es gut geholfen und etwas Kühles auf der Haut ist bei den Temperaturen auch angenehm.

Allerdings bin ich im Moment auch wieder am Experimentieren mit Duftmischungen, die den kleinen Plagegeistern den Appetit schon im Vorfeld vermiesen. Mal sehen, ob ich euch da bald Neues berichten kann. Oder habt ihr vielleicht noch den ein oder anderen Geheimtipp gegen die lieben Mücken und ihre juckenden Andenken? Ich wünsche euch auf jeden Fall schöne laue Sommerabende zum Genießen!

6 Kommentare zu “Zwei kleine Nothelfer bei Mückenstichen

  1. 11. Juni 2017 um 20:06

    Davon habe ich noch nie gehört sehr interessant. Gegen Mücken auf der Terrasse habe ich eine brennende Kerze und zart schmorende Rosmarinzweige .Spitzwegerich und Aloe Vera auf den Stich verhindern das Jucken. Einreiben mit Ruprechtskraut hilft auch vor den Plagegeistern ( aber man riecht halt streng 🙂 )
    Bekomme ich Epsom-Salz in der Apotheke ?
    Liebe Grüße
    Claudia

    • mirjam
      14. Juni 2017 um 09:08

      Das mit dem Rosmarin ist ja eine tolle Idee! Der steht bei mir eh auf dem Balkontisch und mit dem Räucherstövchen geht das bestimmt gut. Dass Rupprechtskraut auch hilft, wusste ich noch gar nicht. Gut, der Geruch ist natürlich gewöhnungsbedürftig 😉

      Das Epsomsalz kriegst du bestimmt bei netten Apothekern. In unserer Apotheke scheinen sie sich immer zu freuen, wenn ich mit meinen ungewöhnlichen Bestellungen komme. Wie gesagt, der deutsche Name ist Magnesiumsulfat.

  2. 15. Juni 2017 um 14:00

    Danke, Miri, für die tollen Tipps. Das ist wirklich richtig praktikabel. Nicht nur für den Menschen, sondern auch für mein edles Roß, dass das Nachts auf der Koppel ist, aber trotzdem sich die eine oder andere Pferdebremse sich daran vergreift. Wie immer, tolle Tipps, vielen lieben Dank.
    Sommerliche Grüße
    Isabella

    • mirjam
      15. Juni 2017 um 22:02

      Von einer Pferdebesitzerin habe ich gehört, dass Schwarzkümmelöl da vorbeugend gut helfen soll. Das riecht zwar etwas eigenwillig, aber die Pferde stört es wohl nicht, die summenden Blutsauger wohl schon.

  3. 20. Juni 2017 um 19:05

    Epsom salt wird gern in englischen oder amerikanischen Badebombenrezepten oder ähnlichem verwendet. Soll sehr entspannend wirken. 😉 Bisher habe ich zum Glück noch nicht so viele bug bites abbekommen, aber die Viecher sind schon wieder ganz schön lästig. Meine Kollegin hat mir heute erzählt, sie habe ihr Pferd nach dem Abbrausen und Wälzen mit Heustaub „paniert“, danach hätte es seine Ruhe gehabt. Sieht nicht schön aus, scheint aber zu helfen. 😉

    • mirjam
      21. Juni 2017 um 17:30

      Es lohnt sich doch immer mal über den Tellerrand zu gucken. Bei uns wird das Epsomsalz wohl auch häufig als „Basensalz“ für’s Baden verwendet. Mit Heustaub panieren klingt spaßig. Das macht den Pferden bestimmt auch Spaß. Mich haben die kleinen Blutsauger beim letzten längeren Spaziergang ziemlich malträtiert. Jetzt habe ich gleich wieder Gelegenheit, Mückenstickrezepte zu testen 😉 Das nächste Mal sollte ich es vielleicht mit Vorbeugung versuchen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.