Mohnblumenzeit

Ich liebe den Klatschmohn. Alle Baustellen-Erdhaufen bei uns verwandelt er gerade in rotblühende Hügel. Ich muss zugeben, es hat mich schon etwas Überwindung gekostet, in einem wunderschönen Mohnblumenfeld eine Hand voll Blütenblätter zu pflücken. Auf der anderen Seite verblühen sie so schnell wieder und in dem Feld ist es nicht aufgefallen, dass ein paar rote Tupfer fehlen. Ich wollte seit langem ein einfaches Rezept mit den Mohnblüten ausporbieren, das ich von einer anderen Kräuterfrau erfahren habe: Mohnzucker. Das einzige, was man dafür braucht, ist:

eine Hand voll Klattschmohnblütenblättern und
Zucker

Die Blütenblätter werden einfach in einem Mörser so lange mit Zucker verrieben,

mohnbluetenzucker_01

bis von den Blütenblättern nichts mehr zu sehen ist.

mohnbluetenzucker_02

Dafür hat man dann schön rotvioletten Zucker, der so schmeckt, wie Mohnblumen riechen. Ich war ganz angetan von dem Ergebnis. Der Mohnzucker kann als mildes Beruhigungsmittel zum Süßen von Tees oder pur genommen werden. Mit der hübschen Farbe und dem leckeren Aroma passt er aber auch super zu anderen Blütenrezepten.

6 Kommentare zu “Mohnblumenzeit

  1. 2. Juni 2014 um 09:28

    Guten Morgen Miri!
    Ich komme gerade frisch von Hollerblütensammeln (Rotkleeblüten habe ich auch mitgenommen=D) und musste an dich denken 😉
    Eigentlich wollte ich ja schon längst etwas zur Minze schreiben (aber die wächst ja noch einige Zeit), stattdessen mache ich jetzt wohl ein Hollerblüten-Special^^ Sooooo viele Ideen und heute habe ich eine tolle Wiese gefunden, an deren Rand noch so schön viel blüht (wenn man sich durch Brennnesseln geschlagen hat). Blütenzucker und- Salz möchte ich auch machen, da kommt mir deine Klatschmohnvariante gerade recht =P
    ABER ich habe eine Frage dazu^^ Ich hatte Veilchenzucker gemacht, mit frischen Blüten. Nach einigen Tagen schlägt der Geruch um, säuerlich, nicht mehr lecker. Ist es nicht für die Haltbarkeit sinnvoll, die Blüten zu Trocknen? Bezüglich der Haltbarkeit habe ich in den Rezepten nämlich keine Angabe gefunden…
    Herzliche Grüße,
    Atessa

    • mirjam
      2. Juni 2014 um 17:02

      Da bin ich aber gespannt auf dein Holunderblütenspecial 🙂

      Beim Blütenzucker muss man darauf achten, dass man genug Zucker nimmt. Durch die Blüten kommt ja Feuchtigkeit mit rein. Der Zucker zieht das Wasser aus den Zellen und im Prinzip kann man Blüten auch trocknen, indem man sie mit Zucker (oder Salz) überschichtet. Wenn es zu feucht ist, kann es schon passieren, dass sich irgendwas zersetzt. Wie hattest du den Veilchenzucker denn gemacht? Ich habe mich auch schon sehr geärgert, dass ich beim Sirupkochen zu wenig Zucker genommen habe und der Sirup verdorben ist. Je mehr Zucker, umso haltbarer ist das Ganze. Der Mohnzucker bei der Kräuterfrau war schon über ein halbes Jahr alt und noch in Ordnung. Bei Veilchenzucker kann ich mir auch gut vorstellen, dass man ihn wie Vanillezucker machen kann: einfach ein paar Blüten mit ins Zuckerglas. Die sollen ja nur ihr Aroma abgeben. Ich glaube, ich versuche das mal mit Rosen.

      Liebe Grüße,
      Mirjam

      • 2. Juni 2014 um 17:58

        Eigentlich hatte ich nur einige Blüten genommen und ziemlich viel Zucker und dennoch ist es komisch geworden =(
        Und bei deinem Mohnzucker wäre dann nach meinem Gefühl auch zu wenig Zucker…
        Naja, Zucker und ich, wir werden einfach keine Freunde. Schließlich mache ich ja eigentlich IMMER einen Bogen drum, aber bei Sirup/Marmelade geht das ja nicht…
        Ich probiere es einfach weiter, vielleicht ist er ja morgen gnädig, wenn ich Hollerblütensirup einkochen möchte^^
        Es kommt mir immer viel zu viel Zucker vor, da krieg ich beim Nachdenken Pimpernellen xD
        Liebe Grüße,
        Atessa

        • mirjam
          3. Juni 2014 um 08:42

          Das ist echt schade, dass das mit dem Veilchenzucker nicht geklappt hat. Ich muss das echt mal mit anderen Blüten probieren. Früher hatte ich auch immer Skrupel, zu viel Zucker zu nehmen, aber nach einigen vergorenen und verschimmelten Sirup-Versuchen habe ich das inzwischen doch hinbekommen. Was beim Sirup auch hilft, ist Zitronensäure zu verwenden. Die wirkt zusätzlich konservierend und bringt die Frucht- und Blütenaromen gut zur Geltung. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen beim Hollerblütensirup-Kochen!

  2. 2. Juni 2014 um 18:42

    Das ist eine tolle Idee. Aber ich wusste gar nicht daß Mohn riecht. Beim nächsten Mal muss ich mal eine Nase voll nehmen 🙂

    Beste Grüße,
    Kivi
    http://kivi.dreamwidth.org/

    • mirjam
      3. Juni 2014 um 08:44

      Sehr intensiv duftet er auch nicht. Man muss schon richtig seine Nase in die Blüte stecken 😉 Ich kenne den Duft noch aus der Kindheit, als wir aus den Blüten kleinen Püppchen gemacht und mit diesen „Blütenfeen“ gespielt haben 🙂

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