Nostalgie in Eis

Eine geniale Erfindung: Eis am Stiel zum selber machen

Eine geniale Erfindung: Eis am Stiel zum selber machen

Als ich noch klein war, gab es bei uns im Sommer immer selbst gemachtes Eis am Stiel. Wobei „selbst gemacht“ fast eine Übertreibung ist, denn das selber Machen bestand in erster Linie daraus, Fruchtsaft in die Eisförmchen zu gießen und diese dann ins Gefrierfach zu legen. Sehr zu meiner Freude habe ich noch welche von diesen genialen Eisförmchen im Fundus gefunden und das passende Wetter für die kleinen Erfrischungen hatten wir in den letzten Wochen ja auch. Außer mit Saft habe ich auch noch mit anderen Zutaten etwas experimentiert. Ich wollte unbedingt ein leckeres Minzeis, wo bei mir im Balkonkasten dieses Jahr schon drei verschiedenen Minzsorten wachsen und gedeihen. Heraus kam folgendes Rezept:

Minztee ist der Grundstoff...

Minztee ist der Grundstoff…

... und wird mit den passenden Zutaten vermischt in die Eisförmchen gefüllt.

… und wird mit den passenden Zutaten vermischt in die Eisförmchen gefüllt.

250 ml Minztee
50 g Zucker
1 TL Limettensaft
1,5 g Xanthan

Zuerst gießt man einen richtig starken Minztee auf und lässt ihn etwa 10 Minuten abgedeckt ziehen (oder auch länger). Dann löst man den Zucker darin auf und rührt das Xanthan am besten mit einem elektrischen Handrührgerät unter, so dass der Tee gleichmäßig angedickt wird. Man könnte das Xanthan auch weg lassen, aber dann kann es passieren, dass das Eis von der Konsistenz her an Eiswürfel erinnert und nicht so angenehm zu lutschen ist. Durch das Xanthan wird das Ganze dickflüssiger, was dazu führt, dass sich beim Einfrieren nicht ein großer, durchgehender Eisblock bildet, sondern viele kleine Eiskristalle. Das Eis wird dann weicher und man kann auch mal ein Stückchen abbeißen. Alternativ kann man diese Konsistenz auch durch mehr Zucker erreichen, aber das wird dann schnell zu süß, zumindest für meinen Geschmack. Auf jeden Fall passt der erfrischende Minzgeschmack prima an heißen Sommertagen. Statt Minze lassen sich sich auch gut andere Kräuter verwenden, aus denen man auch einen süßen Sirup kochen kann. Mit Sirup funktioniert das Rezept übrigens auch. Dafür ersetzt man einfach Tee und Zucker durch die entsprechende Menge angemischten Sirup. Ich werde auf jeden Fall weiter experimientieren und gerne noch ein paar Rezepte teilen, wenn ihr Lust darauf habt. Der Sommer soll ja nach der kleinen Regenpause wieder kommen.

2 Kommentare zu “Nostalgie in Eis

  1. 28. September 2015 um 18:19

    Hallo Miri,

    an diese Eisförmchen erinnere ich mich auch gut, die hatten wir auch. Wir haben mit allen möglichen Getränken experimentiert, u.a. mit Cola, ganz klar…. Das mit dem Xanthan klingt interessant, denn die Konsistenz beim reinen Wassereis ist doch immer ein bisschen heftig. Ich freue mich schon auf den nächsten Sommer …

    Viele Grüße,
    Doris

    • mirjam
      1. Oktober 2015 um 17:17

      Cola geht bestimmt gut, oder? Da sollte von Haus aus genug Zucker drin sein. Vor dem nächsten Sommer dürfen wir uns jetzt aber erstmal auf einen schönen Herbst freuen 🙂

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