Nicht nur im Kräuterbuschen

Schön anzusehen und heilkräftig

Schön anzusehen und heilkräftig

Über den Alant habe ich vor einiger Zeit schon als wichtige Pflanze im Kräuterbuschen geschrieben. Früher war ja eine hoch geschätze Heil- und Würzpflanze und eine Art Allheilmittel. Als Stärkungsmittel soll eine Tochter des Kaisers Augustus täglich eine Konfitüre aus Alantwurzel, Rosinen und Datteln eingenommen haben, wie Plinius berichtet. Besonders beliebt war im Mittelalter seine Anwendung in Form der potio Paulina, eines Alantweins. Da er heute noch als Hustenmittel gilt und ich einen langanhaltenden, leichten Husten loswerden wollte, gab ich dem Alantwein mal eine Chance. Für den Wein braucht man:

250 ml Rotwein
20 g Alantwurzel getrocknet
2 TL Honig

Die Alantwurzel lässt man über Nacht im Wein ziehen, dann erwärmt man sie zusammen mit dem Wein in einem Topf, bis er etwa 60°C hat (fängt an zu dampfen, kocht aber nicht). Dann gießt man den Wein durch ein Sieb, um die Wurzelstücke abzuseihen, und löst den Honig darin auf. In eine saubere Flasche gefüllt, hält er sich auch ungekühlt eine Weile.

Ich habe von dem Wein abends immer ein Likörglas voll getrunken und mein Husten ist tatsächlich verschwunden. Allerdings muss man nicht auf den nächsten Husten warten, um den Alantwein zu probieren. Mit seinem aromatischen, leicht bitteren Geschmack kann man ihn auch so als Aperitiv, Digestiv oder Betthupferl gut trinken. Der Alant macht sich also nicht nur im Kräuterbuschen gut 😉

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