Bärlauchzeit

Jetzt ist Bärlauchzeit. Schnell noch was sammeln, bevor er verblüht und die Blätter verschwinden. Zwei Bärlauchrezepte mag ich besonders gerne: Bärlauchpesto und Bärlauchrisotto.

baerlauchpesto

Für das Pesto braucht man:

frische Bärlauchblätter
Parmesan
etwas Olivenöl

Den Bärlauch püriere ich dafür erst im Mixer, dann kommt der Parmesan gerieben dazu und wird kurz mitpüriert. Zum Schluss wird noch ein bisschen Olivenöl eingerührt, so dass sich eine schön streichfähige Konsistenz ergibt. Im Kühlschrank hält es sich lange, vor allem, wenn man darauf achtet, dass immer etwas Öl über dem Pesto steht. Es schmeckt prima zu Nudeln, Kartoffeln oder einfach auf dem Brot.

baerlauch_risotto

Für das Risotto:

1 Tasse Reis
250 g Feta
Olivenöl
Bärlauch nach belieben

Zuerst den Reis kochen, dann in der Pfanne mit Olivenöl anbraten und den Fetakäse in Würfelchen geschnitten dazugeben. Wenn der Feta schön weich geworden ist, die in Streifen geschnittenen Bärlauchblätter kurz mitbraten. Fertig ist das Risotto 😀

Erste Ernte

Auch wenn der Mai bisher vom Wetter eher ein verspäteter April als ein Wonnemonat war, sind bei mir im Balkonkasten die Radieschen fleißig gewachsen und inzwischen erntereif. Als Vorkultur für Tomaten und Auberginen haben sie damit gerade das richtige Timing und schmecken ganz anders als die aus dem Supermarkt 😉

radieschen

Destille

Darf ich vorstellen? Das ist meine neue Helferin in der Hexenküche: meine kleine Destille.

destille_klein

Sie ist nicht nur ganz legal (0,5 l Brennkesselvolumen), sondern auch ein echter Hingucker, wenn sie nicht in Aktion ist. Richtig Schnaps damit zu brennen, wäre zwar etwas mühsam, aber für feine Geister und Hydrolate reicht sie sicher. Nach der traditionellen Reinigungsprozedur mit Gerstenmehl (was eine ganz schöne Schlacht mit klebrigem Matsch war) durfte sie nun das erste Mal richtig im Einsatz sein für einen Vogelbeergeist. Beim Experimentieren, ob ich so einen leckeren Vogelbeerlikör wie in Russland hinbekomme, durfte ich nämlich feststellen, dass Vogelbeeren eine ziemlich bittere Angelegenheit sind. Für die Liebhaber der (bitteren) englischen Orangenmarmelade war meine Vogelbeermarmelade zwar genaus das richtige, aber der Likör daraus zog einem echt alles im Mund zusammen. Ein Fall für die Destille also, denn zum Glück sind die Bitterstoffe nicht so flüchtig. Für meinen ersten geist hatte ich die Vogelbeeren mehrere Wochen in Doppelkorn eingelegt, den abgeseihten Ansatz in den Kessel und die Früchte oben drüber in die Kolonne. Wie habe ich mich gefreut, als die ersten edlen Tropen aus dem Geistrohr tröpfelten 😀 Das Destillat schmeckt (und riecht) tatsächlich einfach nur fruchtig ohne Bitter. Jetzt muss ich es nur noch verdünnen und ruhen lassen und mich auf weitere Abenteuer mit meiner kleinen Destille freuen.

Duschfreuden

pflaumenbluete_sechblaettrig_klein

Wenn man schon nicht jeden Tag in Milch und Honig baden kann, dann darf man wenigstens mit Milch duschen, oder? Dafür habe ich mein Lieblingsrezept für eine Duschmilch, die super schnell gerührt ist. Man braucht nur

50 g Betain
50 g Jojobaöl
Milchpulver
Duft nach Wahl

Zuerst Betain und Jojobaöl miteinander vermischen und dann nach und nach so viel Milchpulver unterrühren, dass die Masse eine schön cremige Konsistenz erreicht. Den Duft kann man sich dann ganz nach Stimmung aussuchen.

Rosen, Milch und Erde

Ich liebe den Duft von Rosenwasser. Warum also nicht gleich den Tag damit beginnen? Als sanfte, morgendlich Reinigung habe ich momentan folgende  wunderbar nach Rosenwasser duftende Rezeptur in Gebrauch:

60 ml Rosenwasser
6 g kosmetisches Basiswasser
2,5 g Sanftteen
1 g Xanthan
2 g Milchpulver
1 g rote Tonerde
0,5 g Lysolecithin

Zuerst das Xnathan mit einigen Esslöffeln Rosenwasser anrühren, dass sich ein gleichmäßiges Gel ergibt. Dann Schritt für Schritt die restlichen Zutaten unterrühren. So vereinigt sich der Duft von Rosen mit der pflegenden Wirkung von Milch und der sanften Reinigung der Tonerde. So kann der Tag anfangen 😀

Duftige Haare

Haare nehmen Gerüche sehr gut an. Zum Glück nicht nur die unangenehmen wie Rauch und anderes, sondern auch die schönen 😀 Damit meine Haare nach dem Waschen nicht nur gut duften, sondern sich auch leicht kämmen lassen, habe ich folgendes Rezept für ein Pflegespray entdeckt. Man braucht dazu:

90 ml Wasser oder Hydrolat
10 ml kosmetische Basiswasser
1 g Zitronensäure
1 g Olivenöl
1 g Jojobaöl
4 g Solubol
einige Tropfen ätherisches Öl nach Wahl

Zuerst die Zitronensäure in der Wasser-Alkohol-Mischung auflösen, dann die Öle und das Solubol zugeben und gut schütteln. Solubol ist ein Emulgator, der an sich speziell dafür gedacht ist, ätherische Öle stabil in wässriger Lösung zu emulgieren. Zu guter Letzt mit einigen Tropfen ätherischem Öl beduften und in einen Zerstäuber füllen. Das Spray muss man vor Verwendung immer wieder schütteln, da sich das Öl meist oben absetzt.