Sommer im Hexengarten: Für saubere Gartenhände

Zeit zum Ein- und Umtopfen? Ja, ich weiß, dieses Jahrbin ich etwas spät dran, aber hier gibt es – besser spät als nie – noch ein passendes Rezept dazu 😉

Mit bloßen Händen in der dunklen, weichen Erde wühlen – das gehört für mich einfach zum Gärtnern mit dazu. Manchmal ziehe ich zwar schon Handschuhe an, aber mehr eigentlich für’s Zurückschneiden von wucherndem Gesträuch. Der Nebeneffekt vom Wühlen in der Erde ist allerdings das Händewaschen, das durch die Hygieneregeln eh schon zur zweiten Natur geworden ist. Leider zieht das viele Einseifen meine Hände schon etwas in Mitleidenschaft. Umso froher war ich, als ich letztes Jahr ein Rezept gefunden habe, so richtig erdimprägnierte Gartenhände wieder blitzeblank zu kriegen und dabei auch noch zu pflegen. Das Rezept ist so einfach, dass es den Namen Rezept fast nicht verdient. Es besteht auch nur aus zwei Zutaten, nämlich Öl und Salz. Vor dem Ausprobieren war ich etwas skeptisch, ob es funktioniert, aber das tut es ganz einwandfrei. Oft sind ja die einfachsten Sachen die Besten. Man braucht dafür nur:

120 g feinkörniges Salz
50 g Öl

Die beiden Zutaten verrührt man miteinander. Je nach Lust und Laune kann man natürlich auch noch ätherische Öle für den Duft zufügen oder ein paar Seifenflocken. Meine erste Variante war wirklich nur Salz und Olivenöl. Ich habe die Paste in einem Schüsselchen mit Löffel neben dem Waschbecken stehen. Zum Händewaschen einfach einen Teelöffel der Waschpaste auf den Händen verteilen und die dreckigen Stellen damit schrubbeln. Zum Schluss mit Wasser abwaschen. So bleibt ein ganz leichter Ölfilm auf der Haut, selbst nach dem Abtrocknen, aber nicht so, dass man davon schmierige Fettfinger hätte. Ich finde diese Art der Reinigung sehr angenehm. Die Hände sind sauber und fühlen sich an wie leicht eingecremt. Ausprobieren lohnt sich 🙂

9 Kommentare zu “Sommer im Hexengarten: Für saubere Gartenhände

  1. Angie
    4. Juli 2022 um 14:07

    Hallo Mirjam,
    das ist die genialste Erfindung seit der Gärtnerseife. Meine Hände sind nämlich auch schon ziemlich coronageschädigt durch das ganze Desinfizieren und Waschen.
    Diese Paste reinigt einfach super, aber das beste ist, dass man danach nicht cremen muss.
    Ich hab erstmal die neutrale Variante ausprobiert, aber mit Duft wird es sicher noch besser.
    Vielen Dank für diesen nützlichen Tipp. Gern mehr davon.
    Deine Angie

    • mirjam
      4. Juli 2022 um 19:07

      Ach wie schön, liebe Angie, dass du es gleich ausprobiert hast und für gut befunden 🙂 Das freut mich wirklich sehr! Ich war auch überrascht, wie gut das funktioniert. Mit dem vielen Händewaschen achte ich inzwischen auch sehr darauf, welche Seife ich benutze. Das macht echt einen großen Unterschied. Und beim Geschirrspülen ist meine neueste Entdeckung Babyspülmittel. Das scheint echt hautfreundlicher zu sein, wohl weil die Duft- und Zusatzstoffe fehlen.

      Liebe Grüße,
      Mirjam

  2. Bernd
    4. Juli 2022 um 18:28

    Deinen Tipp werde ich auf jeden Fall ausprobieren, liebe Mirjam! Ich habe mir in der Anfangszeit meiner Gartenarbeit das Handschuhtragen regelrecht antrainieren müssen (dieses schwitzige Gefühl am Anfang…). Im Laufe der Jahre habe ich mich aber daran gewöhnt, und mittlerweile benutze ich Mörtelhandschuhe zum Unkrautzupfen und ähnliche Bodenarbeiten, die verschleißen nicht so schnell. Aber beim „Erden“ von Jungpflanzen komme ich mir damit immer ein wenig grob vor. Dank Deines Tipps werde ich nun mal wieder mit bloßen Händen und damit feinfühliger zu Werke gehen. Es ist ja einfach auch wohltuend, die duftige Pflanzerde und den Kompost auf der Haut zu spürten 🙂
    Liebe Grüße
    Bernd

    • mirjam
      4. Juli 2022 um 19:13

      Oh ja, gerade für die Jungpflanzen fehlt mit Handschuhen irgendwie das Fingerspitzengefühl. Aber jetzt muss ich mal dumm fragen: was sind denn Mörtelhandschuhe? Das konnte mir nicht mal die allwissende Suchmaschine erklären. Zur Unkrautbekämpfung nehme ich inzwischen auch Handschuhe – aus schmerzhafter Erfahrung heraus. Bei uns kommen nämlich viele Disteln und noch schmerzhafter kleine Heckenrosen. Da helfen manchmal selbst gummierte Handflächen nix.

      Liebe Grüße,
      Mirjam

      • Bernd
        5. Juli 2022 um 18:12

        Die Mörtelhandschuhe hatte ich seinerzeit unter jener Bezeichnung in der Handwerkerabteilung im Baumarkt entdeckt. Ihre stabile Gummierung hatte es mir angetan. Ob sie allgemein so genannt werden, kann ich nicht sagen. Die Haltbarkeit jedenfalls hat alle typischen Gartenhandschuhe übertroffen (die waren immer nach einer Saison hinüber). Aber gegen stachelige Widersacher helfen auch die „Mörtel“ nicht wirklich, leider.
        Liebe Grüße
        Bernd

        • mirjam
          11. Juli 2022 um 14:44

          Vielen lieben Dank für den Tipp, Bernd! Da muss ich beim nächsten Baumarktausflug mal die Augen offen halten. Die Handschuhe ohne Gummierung waren bei mir auch immer sehr schnell durch.

  3. Angie
    4. Juli 2022 um 20:45

    Hallo Mirjam,
    mit Babyspülmittel meinst du das Babybad oder Duschbad? Ich trage auch beim Spülen neuerdings meist Handschuhe und für grobe Gartenarbeiten sowieso. Habe auch ganz dicke von meinem Mann, bestimmt sowas ähnliches wie Mörtelhandschuhe. Pikieren und Topfen geht nur ohne Handschuhe, da braucht man das pure Erdgefühl.
    Noch ein Tipp: Ab und zu mache ich ein Handpeeling mit Kaffeesatz und Olivenöl, das macht auch superweiche Hände.
    Viele Grüße von Angie.

    • mirjam
      11. Juli 2022 um 14:41

      Kaffeesatz scheint ja echt ein Universalmittel zu sein. Mir ist es erst zur Schneckenabwehr empfohlen worden. Bloß trinkt bei uns im Haushalt niemand Kaffee… Mit Babyspülmittel meine ich tatsächlich Spülmittel für Babyzubehör. Das hatten wir in der Babyabteilung einer Drogerie entdeckt und es scheint wirklich deutlich milder zur Haut zu sein als die meisten anderen. Ich weiß allerdings nicht, wie gut es hartnäckigere Verschmutzungen an Geschirr und Co. entfernt.

  4. Doris
    10. Juli 2022 um 21:16

    Hallo Mirjam,
    das ist ein prima Rezept und wird bei den nächsten größeren Erdarbeiten bei mir im Garten zum Einsatz kommen. Im Frühjahr hatte ich sehr mit trockenen, rauhen Händen zu kämpfen, als ich sehr viel im Garten gemacht und mir dauernd die Hände gewaschen habe (zusätzlich zu den Corona-Waschmaßnahmen). Das ist so unangenehm, wenn die Haut an den Händen so spannt. Mit Handschuhen kann ich immer nur eine Weile arbeiten, dann tue ich sie runter und nicht mehr drauf, weil mir einfach das Gefühl fehlt. Ich habe so gummierte Handschuhe. Auf die bin ich gekommen wegen meinem Hund, weil mir die nasse Leine im Herbst/Winter/Frühjahr sonst immer so durch die Hände gerutscht ist. MIt denen komme ich eigentlich ganz gut klar, aber wie gesagt – außer fürs Schaufeln oder Graben und Distelnrupfen 😉 mag ich im Garten gar keine Handschuhe.
    Liebe Grüße!
    Doris

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