Sommer im Hexengarten: Erfrischend einfach

Einfach zu ziehen und vielseitig zu verwenden, die liebe Aloe.

Einfach zu ziehen und vielseitig zu verwenden, die liebe Aloe.

Ich kenne echt kaum eine zweite Zimmerpflanze, die so leicht zu pflegen und so vielseitig einsetzbar ist wie die Aloe vera. Obendrein vermehrt sie sich auch noch sehr bereitwillig. Nachdem ich schon mehrfach versucht hatte, aus ihr das berühmte Gel zu gewinnen, was aber in allen Fällen nicht von überwältigendem Erfolg gekrönt war, habe ich es Dank Atessas Beitrag hier mal mit Saft probiert. Dafür zerkleinert man die Blätter einfach mit etwas Wasser im Mixer und seiht die festen Pflanzenteile durch ein Sieb ab. Schon hat man ohne viel Aufwand den begehrten Aloe-Saft, den man für die Hautpflege genauso wie das Gel einsetzen kann. Für die Sommerpflege ist die Aloe die perfekte Pflanze. Ihre Wirkstoffe halten die Feuchtigkeit in der Haut, machen sie schön geschmeidig und können bei leichten Sonnenschäden helfen. Der Saft hält einen weiteren Vorzug bereit: Wenn man ihn einfach in eine Sprühflasche gibt und im Kühlschrank aufbewahrt, ist er bei dem momentanen Tropenwetter eine einfache und willkommene Erfrischung. Der Kühleffekt lässt sich übrigens noch verstärken, indem man etwas Minztee dazu gibt (meine Mischung war etwa 1:1). Kühlt und pflegt die Haut. Was will man an solchen Tagen mehr? Und mit dem Rest vom Minztee kann man sich innerlich abkühlen, denn der schmeckt nicht nur warm gut.

Blog-Event: Sommer im Hexengarten 2016

Ist jetzt Sommer, oder wie? ;-)

Ist jetzt Sommer, oder wie? ;-)

Es ist Sonntag nachmittag und ich kann mit meinem Laptop draußen auf dem Balkon sitzen. Ist jetzt der Sommer ausgebrochen oder was? 😉 Ich hoffe wirklich, dass das auch ein bisschen so bleibt. Auch wenn der Sommer letztes Jahr bei uns deutlich zu heiß und trocken ausgefallen ist (ich kann mich noch erinnern, wie Anfang August im Wald die ersten Bäume ihre Blätter grün abgeworfen haben, um Wasser zu sparen), wäre ein bisschen Sommersonne jetzt doch schön. Was meint ihr? Und egal, ob der Sommer sich nun doch bequemt zu bleiben oder nicht, zumindest auf meinem Blog will ich ein bisschen Sommerlaune verbreiten. Macht ihr mit?

So wie vor zwei Jahren geht es einfach darum, die Freude an unseren Hexengärten, ob groß oder klein, ob „echter“ Garten oder nur ein Eckchen auf dem Fensterbrett miteinander zu teilen. Wie gestaltet ihr den Sommer in und mit euren Hexengärten? Habt ihr vielleicht schöne Rezepte mit den selbst angebauten Kräutern und Pflanzen, die euch die Zeit bis zum Sommerurlaub versüßen oder ihn nachwirken lassen? Vielleicht verbringt ihr euren Urlaub ja sogar in eurer grünen Oase? Oder genießt dort einfach den Feierabend? Mitmachen geht ganz einfach.

Wie geht’s?

1. Schreibt einen oder gerne auch mehrere Beiträge über euren Hexengarten. Habt ihr vielleicht ein Lieblingskraut, das dort wächst und mit dem man etwas Leckeres, Gesundes oder Schönes machen kann? Oder ganz viele verschiedene Pflanzen, die hübsch blühen oder fleißig Früchte produzieren? Eine, auf die ihr ganz besonders stolz seid? Gebt einfach einen kleinen Einblick in euren Hexengarten, gerne auch mit passendem Rezept. Das Banner hier dürft ihr euch natürlich genau dafür mitnehmen.

2. Hinterlasst einen Kommentar mit eurem Namen und eurer Blog-URL unter diesem Beitrag, damit ich weiß, wer alles mitmacht.

3. Die Aktion läuft passend zum Namen bis zum Herbstanfang, der diesmal auf den 22. September fällt. Wer bis dahin einen oder mehrere Beiträge verfasst hat, hüpft mit in den Lostopf. Unter allen Teilnehmern verlose ich dann ein kleines Überraschungspaket zum Thema Hexengarten. Falls wieder besonders Fleißige dabei sind, behalte ich mir auch diesmal wieder vor, einen kleinen Fleißsonderpreis zu vergeben.

Ich werde versuchen in regelmäßigen Abständen eine Link-Sammlung mit euren Beiträgen hier zu posten, damit wir uns virtuell über die Gartenzäune schauen können 😉

Wer kann mitmachen?

Wie immer natürlich alle, die selbst einen Blog haben, aber auch meine Leserinnen ohne eigenen Blog will ich nicht ausschließen. Wenn du keinen Blog hast und auch mitmachen willst, schreibe mir doch einfach eine mail (mirjam[at]kleine-miri.de), dann darf dein Beitrag gerne auf meinen Blog als Gastbeitrag erscheinen.

Bis wann?

Bis einschließlich 22.9.2016. Dann ist der Sommer auch astronomisch vorbei.

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Regen, Sonne, Sonnenbrand?

Wackelpudding Geschmacksrichtung Orange?

Wackelpudding Geschmacksrichtung Orange?

Jetzt habe ich nächste Woche meinen Kurs zum Thema Sommerkosmetik, aber so furchtbar viele Gelegenheiten Sonnenschutz und -pflege auszuprobieren hat mir dieser Sommer bisher nicht gelassen. Allerdings finde ich das wechselhafte Wetter ziemlich tückisch. Durch die Regenwetterperioden konnte sich die Haut noch nicht so gut an die Sommersonne gewöhnen. Umso mehr verleitet es einen, die Sonne zu genießen, wenn sie mal rausschaut. Normalerweise brauche ich wirklich keine Sonnencreme, weil ich mich am liebsten später am Nachmittag beim Spazierengehen oder Radfahren in der Sonne bewege und damit so gut wie nie einen Sonnenbrand hole. Dieses Wochenende beim Wandern allerdings hat es mich auf den Schultern dann doch etwas erwischt. Die Regenjacke konnte ich einfach nicht mehr anbehalten, als sich die Wolken verzogen, und durch den frischen Wind ließ es sich auch mittags in der Sonne aushalten. Was für ein Glück, dass ich zuhause im Kühlschrank das passende Aloe-Vera-Gel stehen hatte. Zusammen mit Sanddornfruchtfleischöl und Lavendel hilft die liebe Aloe nämlich sehr gut bei Sonnenbrand und auch leichten Verbrennungen. Und die Kombination pflegt auch die intakte Haut. Als Zutaten braucht man:

1 g Xanthan
3,5 g kosmetisches Basiswasser
35 g Aloe-Vera-Saft
0,5 g Sanddornfruchtfleischöl
5 Tr Lavendel

Zuerst verrührt man das Xanthan mit dem kosmetischem Basiswasser und gibt dann nach und nach unter kräftigem Rühren (am besten mit Schneebesen oder Handrührgerät) den Aloe-Vera-Saft zu, so dass ein gleichmäßiges Gel entsteht. Zum Schluss noch Sanddornfruchtfleischöl und Lavendelöl unterrühren. Fertig!

Kein Pudding, sondern ein wunderbares Gel gegen Sonnenbrand, Verbrennungen und Mückenstiche oder einfach so zur Erfrischung ;-)

Kein Pudding, sondern ein wunderbares Gel gegen Sonnenbrand, Verbrennungen und Mückenstiche oder einfach so zur Erfrischung ;-)

Es hilft wie gesagt nicht nur bei sonnenstrapazierter Haut, sondern sogar, wenn man sich eine kleinere, leichte Verbrennung zugezogen hat (aus versehen ans heiße Backblech gelangt, Heißkleber auf die Hand getropft oder wie das eben schnell passiert). Sanddornfruchtfleischöl regt die Erneuerung der Hautzellen an. Mit dem Lavendelöl hilf es übrigens auch gegen Juckreiz bei Mückenstichen. Das konnte ich nach dem romantischen Abendspaziergang am Flussufer testen. Außerdem kühlt die Mischung wunderbar, gerade wenn man sie im Kühlschrank aufbewahrt. Falls es dann mal heiß werden sollte, bietet sie sich also auch einfach als erfrischende Körperpflege an 😉

Ein kleiner Strauß zur Sonnwende

Letztes Jahr haben einige von euch mit mir hier ihre ganz persönliche Reise zu den Pflanzen des traditionellen Kräuterbuschens unternommen. Daran habe ich in letzter Zeit oft und gerne wieder denken müssen. Im Moment legen die Kräuter gerade richtig los mit dem blühen und Dank des etwas späteren Frühlings blühen Holunder und Johanniskraut zur heutigen Sonnwende. Denn auch wenn das Wetter bei uns heute nicht so aussieht: Es ist Mitsommer!

Sieben Sonnwendkräuter beieinander

Sieben Sonnwendkräuter beieinander

Aber zurück zum Kräuterbuschen. Um die Sommersonnwende bzw. Johanni (24.6.) rankt sich allerhand Mythisches. Die Farne sollen Blüten treiben, zwischen den Wurzeln des Beifußes soll man glühende Kohlen ausgraben können, die ihrem Träger Glück bringen, und gegen die weniger wohlmeinenden Wesen, die zu dieser Zeit ihr Unwesen treiben, kann man sich natürlich am besten mit den passenden Sonnwendkräutern schützen. Da gerade jetzt die Kraft und Zahl der Heilpflanzen besonders groß ist, hat es mich nicht gewundert, als ich gelesen habe, dass früher in vielen Gegenden auch Johannissträuße gesammelt werden. Ähnlich wie die Kräuterbuschen zu Maria Himmelfahrt waren sie sowohl eine Art Hausapotheke als auch Glücksbringer für den kommenden Jahreskreis. Über die Tür gehängt sollten sie das Unglück aus dem Haus fern halten. Auf jeden Fall nehmen sie mit ihrem Duft sicher jede Menge sonnige Energie mit in die dunkle Jahreszeit. Schließlich werden die Tage ab heute wieder kürzer. Da es gestern zur Abwechslung mal nicht geregnet hat, habe ich mich gleich aufgemacht, Kräuter zu sammeln. Sieben Kräuter, die ich besonders mit der Mitsommerzeit verbinde, habem dem Weg in meinen Strauß gefunden:

  • Johannsikraut ist natürlich die Pflanze Sonnwend- und Sonnenpflanze schlechthin. Das trägt sie schon in ihrem Namen.
  • Beifuß gehört auch zu den Kräutern, die einen besonderen Bezug zur Sommersonnwende haben. Dämonen soll er abwehren und zum Sammeln ist jetzt die perfekte Zeit. Die Triebe sind noch nicht so verholzt und bitter, aber voller Aroma.
  • Odermennig ist für mich soetwas wie die kleine Version der Königskerze. Wenn man mit den Fingern über seine Blätter reibt, duftet es wunderbar nach Sommer. Außerdem hilft er als „Sängerkraut“ allen, die ihre Stimme viel brauchen.
  • Margeriten gehören einfach zum Sommer.
  • Baldrianblüten duften ganz anders als die Baldrianwurzeln – süß und lieblich. Für mich ist es auf jeden Fall eine richtige Feenpflanze, die an vertäumt plätschernden Bächlein wächst.
  • Wiesen-Salbei mit seinen wunderbar blauvioletten Blüten blüht bei uns auf jeder Sommerwiese. Außerdem ist er natürlich auch als kleine Schwester unseres Gartensalbeis eine geschätzte Heilpflanze.
  • Eberraute ist mit dem Beifuß verwandt und duftet einfach wunderbar, auch wenn ihre anderen Tugenden leider etwas in Vergessenheit geraten sind.

Von jeder Kräuterart hatte ich ein Stängelchen, damit der Strauß nicht zu groß wird. Diese habe ich zuerst mit einer Schnur zusammengebunden und dann mit Baumwollgarn in drei sonnigen Farben von unten her umwickelt. Die Fadenenden habe ich noch verknotet und geflochten, damit man das Sträußchen auch gut aufhängen kann. Fertig ist der Johannisstrauß! Vielleicht habt ihr ja auch Lust einen zu binden 😀

Cola im Balkonkasten

Wonach duftet dieses Kraut?

Wonach duftet dieses Kraut?

Na, wenn ihr mal raten dürftet, wonach riecht wohl das Kraut auf dem Foto? Die Blätter erinnern vom Aussehen her etwas an den Wermut. Damit wären wir auch schon mal in der richtigen Pflanzenfamilie. Es handelt sich nämlich um die Erberraute (Artemisia abrotanum), früher übrigens ihres Zeichens auch eine geschätzte Heilpflanze. Ich habe sie allerdings nicht wegen des medizinischen Nutzen in den Balkonkasten gesetzt, sondern weil der Duft mich einfach umgehauen hat. Durch gärtnerische Auslese entstand nämlich eine Variante namens Colakraut, die wirklich nach Cola mit Zitrone riecht, und in die hatte ich mich beim Kräuterkaufen einfach verliebt. Jetzt darf jeder, der zu Gast auf meinen Balkon kommt, dran schnuppern und raten 😉

Gesundes Getränk mit Cola-Aroma? Das gibt's doch ;-)

Gesundes Getränk mit Cola-Aroma? Das gibt’s doch ;-)

Als Tee vermischt mit Orangensaft ist sie lecker und auch in Smoothies. So wie der hier auf dem Bild bestehend aus

250 g Erdbeeren
3 kleinen Blättchen Colakraut
etwas Orangensaft

Klar, wie „richtiges“ Cola schmeckt es nicht, aber das Aroma ist wirklich super und geht eindeutig in Richtung Cola, bloß ohne die pappige Süße. Die Pflanze selbst scheint ziemlich unkompliziert und wuchsfreudig zu sein. Da werde ich den Sommer über sicher noch einige Experimente starten können. Hat vielleicht von euch jemand schon Erfahrungen mit diesem Kraut? Für Ideen bin ich offen und dankbar.

Buchvorstellung: Für kleine Elfen und solche, die es werden wollen

Hin und wieder bekomme ich seltsame Emails, ob ich nicht daran interessiert wäre, gegen Geld „Gastbeiträge“ auf meinem Blog online zu stellen, sprich meinen Lesern irgendwelche Werbung unter zu jubeln. Das finde ich schon ziemlich dreist, aber offenbar klappt das Geschäftsmodell. Umso positiver überrascht war ich, als mich vor einiger Zeit eine Mail erreichte, in der mir einfach angeboten wurde, ein Buch zu rezensieren, wenn es mir vom Thema her zusagt. Das ist doch eine ehrliche Sache und beim Thema des Buches konnte ich nicht nein sagen. Es geht darum, Kindern die Welt der Heilpflanzen näher zu bringen.

Ein Buch für kleine Elfen und solche, die es werden wollen

Ein Buch für kleine Elfen und solche, die es werden wollen

„Die Elfenapotheke“ von Maria del Carmen Limberger scheint so eine Art Familienprojekt zu sein, mit dem die Autorin ihre eigenen und andere Kinder mit der Wirkung von Heilpflanzen in kleinen Vorlesegeschichten vertraut machen will. Die Hauptrolle spielen die beiden Elfen Rosalie und Angelina, die sich darum kümmern, dass es allen Tieren und Pflanzen in ihrem Reich gut geht. Und dafür setzen sie natürlich auf die Heilkräfte der Kräuter, die auf ihrer bunten Wiese hinter dem geheimnisvollen Wald wachsen. Egal ob erkältete Maus, heisere Nachtigall oder an Honig überfressener Bär – bei ihnen kann jeder Patient auf Hilfe zählen. Für jedes Leiden kennen sie das richtige Kraut. So wird dem Leser oder natürlich auch Vorleser und Zuhörern in kurzen Geschichten erzählt, welche Heilpflanze bei welcher Krankheit hilft. Danach gibt es noch ein Einzelporträts von acht gängigen Heilpflanzen und einen Rezeptteil, mit Ideen zum Nachmachen, und ein paar Tipps für die Erwachsenen, wie man das Lernen von Kräutern noch spielerisch vertiefen kann. Den Ansatz, durch liebenswerte Geschichten das Verständnis für Heilpflanzen zu wecken, finde ich in dem Büchlein richtig gut umgesetzt. Das bleibt gut im Gedächtnis. Neben dem Text haben mich ganz besonders die Zeichnungen angesprochen. Sie sehen zwar fast aus, als hätte sie ein Kind gemalt, aber gerade bei den Pflanzenporträts fällt auf, dass da viel botanisches Wissen dahinter steckt. Pflanzen so zu zeichnen, dass sie trotz Vereinfachung noch eindeutig zu erkennen sind, ist gar nicht so leicht. Abgesehen davon mag ich Illustrationen, die in denen man noch das liebenswert handgemachte spürt und die nicht aussehen, als hätte sie ein Computer ausgespuckt. Auf jeden Fall hatte ich wirklich Spaß beim Lesen und Anschauen und das Buch hätte mir ganz bestimmt auch als kleines Mädchen schon sehr gefallen. Schade nur, dass es nicht dicker ist. Ich hätte gerne weiter gelesen. Aber vielleicht gibt es ja irgendwann eine Fortsetzung. Auf der Internetseite der Autorin kann man jedenfalls schon mal die Hauptcharaktere kennen lernen. Wie schön, dass es noch Elfen gibt abseits von pinken Glitzerwelten 😉