Sommer im Hexengarten: Regentag

Tja, in den letzten Jahren haben bei uns alle über die Hitze und Trockenheit gejammert, vor allem die mit Garten. Diese Sorge haben wir dieses Jahr definitiv nicht. Heute Morgen war ich sehr erstaunt, den „Bach“ bei uns im Tal mal bis oben hin voller Wasser zu sehen. Und das im Juli, wo er sonst eher einer Art Wadi ist, und höchstens mal im Winter ein bisschen Wasser führt. Beim Anblick der kleinen Abstandes, der zwischen brauner Flut und der Unterseite des Brückchens, ist mir erst bewusst geworden, dass es tatsächlich eine Brücke ist, über die wir auf die Hauptstraße gelangen. Wie passend, das mich vorhin ein kleiner Gastbeitrag zum „Sommer im Hexengarten“ von Iris und Bernd erreicht, mit genau dem Titel „Regentag“. Viel Freude beim Lesen und den schönen Regenbildern 🙂

Regentag

Was für ein Sommer… es macht einfach keinen Sinn, für einen Beitrag auf „gut Wetter“ zu warten 😉 : mit einem ganz herzlichen Gruß in die Runde melden wir uns bei Euch mit einem kleinen Einblick in unseren verregneten Garten.
Der viele Regen tut den Pflanzen sichtlich gut: unser Garten ist in diesem Jahr ein wahrer Dschungel. Überall wächst und blüht es üppig und alles ist noch ganz saftig und grün, obgleich wir schon Juli haben. Doch sehen wir hier viel weniger Insekten als im letzten Sommer. Ob das wohl der Grund ist, warum sich sämtliche Vögel immer noch um unsere Futterstelle scharen? Eigentlich füttern wir um diese Zeit immer nur ausgesprochen sparsam, doch eine erhöhte Nachfrage ist ganz klar da. Da wir sehen, daß unser Futter nach Würmern, Samen im Gras und Insekten immer erst die zweite Wahl ist und sich die Vögel nicht das Jagen und Sammeln abgewöhnen, bieten wir zur Zeit doch noch regelmäßig eine kleine Portion Vogelfutter an. Hier ein paar Eindrücke aus unserem Garten.

Vom Regen niedergedrückt, aber eine echte Farbenpracht. Und das Currykraut duftet in der feuchten Luft einfach ganz wunderbar.

 
Charakterköpfe mit Regentropfenschmuck: wir freuen uns sehr, daß die Karde bei uns gedeiht.
Wie aus einem verzauberten Garten: „Diamanten“ auf schimmerndem Weiß.
Da ist einer! Ein geflügelter Gast, der sich vom leichten Regen nicht von seiner Blütentour abhalten läßt.
Und er ist nicht allein: hier schwirrt noch jemand durchs Regenwetter.

Vielen lieben Dank, ihr beiden, für den schönen Einblick! Und ja, auch im Regen hat der Garten seinen ganz eigenen Zauber. Euer Currykraut ist ja eine richtige Pracht. So üppig ist blüht meines nicht. Dafür überragen mich inzwischen manche unserer Königskerzen um mindestens einen Kopf. Ganz besonders schön finde ich es, wenn die Sonne ein bisschen rausspitzt und die vielen Tropfenperlen funkeln lässt.

5 Kommentare zu “Sommer im Hexengarten: Regentag

  1. 15. Juli 2021 um 09:06

    Liebe Iris und Bernd

    Ihr macht es richtig immer positiv denken und die schönen Seiten dieses Sommers sehen. Für mich ist das einzig positive ich muss nicht viel giessen. Unsere Tochter hatte Hochwasser im Keller, wir hatten Glück aber trotzdem 1 Woche nur aufräumen, abbrechen, putzen, saugen ….. Meine Tomaten auf meinem „Ackerle“ habe ich neben den Kartoffeln gepflanzt- das war eine ganz schlechte Idee -Krautfäule, mein griechischer Bergtee sieht auch nicht gut aus. Ab und zu füttern wir auch noch die Wildvögel, die Spatzen verteidigen die Futterstelle gegen die Meisen- es ist so goldig. Zeitweise hatten wir einen Frosch in unserem kleinen Gartenteich leider ist er weitergezogen. Ich hoffe jetzt ganz stark auf den August . Danke für den tollen Bericht.
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Iris & Bernd
      16. Juli 2021 um 15:37

      Liebe Claudia,

      als wir den Bericht zusammenstellten, waren die schlimmen Ausmaße des Regens noch nicht abzusehen, da fiel die Freude am Naß noch leicht…

      Deiner Tocher ganz viele gute Wünsche!

      Bei uns sind es übrigens auch die Spatzen, die die Futterstelle für allein ihre halten. Beim Baden sind sie sehr großzügig und lassen auch andere Vögel ganz gelassen mit „an Bord“, beim Futtern machen sie schon weit eher auf „breite Schultern“.
      Die Meisen und sogar das eher scheue Rotkehlchen lassen´s sich aber nicht verdrießen und schnappen sich ihren Teil, wenn sie nur können.

      Hoffen wir gemeinsam auf eine gute zweite Juli-Hälfte, den August und dann den Spätsommer.

      Mit einem lieben Gruß,

      Iris & Bernd

  2. Doris
    16. Juli 2021 um 22:19

    Liebe Iris, lieber Bernd,
    was für wunderschöne Fotos! Danke für diesen schönen Einblick in euer verregnetes Gartenleben in diesem Sommer. 🙂 Ja, gießen musste man nicht sehr viel, zumindest in letzten Wochen. Bei mir ist es ähnlich – es wuchert alles wie verrückt. Dieses Jahr ist für mich das Jahr, in dem die Pfingstrosen zusammen mit den Tulpen und später auch noch mit den Dahlien blühen. Es ist alles verrückt. Die Bilder der Flutwasserkatastrophe bedrücken mich, denn das alles ist nicht weit von meiner alten Heimat entfernt. Wir hatten hier in unserem Fleckchen in Bayern bisher RIesenglück.Mehrfach hat es bei uns im Umkreis ganz heftig gehagelt. Bei uns bisher nicht, auch der Regen war einigermaßen gnädig, und so sehen Kartoffeln, Zucchini und Gurken noch recht passabel aus. Die Tomaten auch, aber meine Freilandtomaten stehen unter einem Dach. Was bin ich in den letzten Wochen immer wieder geflitzt, um schnell noch was abzudecken und gegen Regen und möglichen Hagel zu schützen… Ach ja, eine Erdkröte und sogar einen Springfrosch haben wir bei uns gesichtet! Die Vögel bekommen bei mir auch noch was, aber weniger. Ab und zu schaut ein Specht vorbei und holt sich eine Portion.
    Genau, Claudia, wir hoffen auf den August! Es ist alles später dran bei mir, da muss es noch wärmer werden.
    Liebe Grüße,
    Doris

    • Iris & Bernd
      18. Juli 2021 um 22:01

      Liebe Doris,

      ja, lasst uns auf den August setzen!
      Heute hatten wir hier endlich einmal wieder einen Sommertag, warm und mit einem sanften Lüftchen. Überall im Garten summte und brummte es. Als nächste große Nektarquelle hat in den vergangenen Tagen der Sommerflieder zu blühen begonnen, was die ersten Pfauenaugen und Distelfalter angelockt hat. Die Bergminze geht auch schon auf, deutlich früher als im vergangenen Jahr. Wir hoffen, dass sich unsere Zucchini – unser einziges Gemüse – nun an der Sonne erfreuen und wir doch die erhoffte Schwemme ernten können 😉 .

      Mit einem lieben Gruß,

      Iris & Bernd

  3. Doris
    27. Juli 2021 um 14:29

    Ihr Lieben,
    momentan sieht es zucchinitechnisch ganz gut aus, jedenfalls bei mir. Es wird, endlich kommen Früchte! Jetzt hoffe ich nur, dass die Pflanzen alle Regengüsse und potentiellen Unwetter überstehen. Es ist tropisch hier bei uns, nicht so angenehm, aber den Pflanzen scheints zu gefallen.
    Liebe Grüße,
    Doris

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.