Olivenöl für’s Haar

Olivenöl ist nicht nur in der Küche eine wertvolle Zutat, sondern auch eine Wohltat für die Haare. Ich nehme es gerne als Packung vor dem Waschen. Dafür massiert man es in die Haare, dann wickelt man ein schön warmes Handtuch um den Kopf und lässt das ganze eine halbe Stunde einwirken. Davon wird das Haar schön weich und gut kämmbar. Zugegebenermaßen ist es allerdings nicht so einfach, das Öl ohne Getropfe in die Haare zu bekommen, deswegen habe ich mich an einer Olivenölspülung versucht, die etwas einfacher anzuwenden und schnell zusammengerührt ist. Dafür habe ich folgende Zutaten verwendet:

50 g Orangenblütenwasser
5 g kosmetisches Basiswasser
1 g Xanthan
1 g Olivenöl
1 g Fluidlecithin
10 Tropfen Bergamotte
5 Tropfen Ylang Ylang

Von der Konsistenz her soll die Spülung Dank des Xanthans ein Gel werden. Damit es keine Klümpchen gibt, bietet sich die „Pfannkuchenteig-Methode“ an. Hierfür verührt man erst das Xanthan mit ca. 10 g Orangenblütenwasser. Das ergibt eine sehr dicke Masse. Danach gibt man das kosmetische Basiswasser (als Konservierungsmittel) dazu und rührt, bis es komplett von der Masse aufgesogen ist. Anschließend kommt der Rest des Orangenblütenwassers dazu. Nun darf man kräftig rühren, so dass sich eine schön gleichmäßiges Gel ergibt. Zum Abschluss fehlen nur noch unser Wirkstoff Olivenöl, das Fluidlecithin als Emulgator und der Duft. Die Kombination Bergamotte und Ylang mag ich auch in der Duftlampe sehr gerne und sie macht sich auch im Haar gut.

Die Spülung habe ich nach der Haarwäsche ca. 10 min einwirkenlassen. Das Ergebnis ist: weiche, „unbeschwerte“ Haare, gute Kämmbarkeit und ein feiner Duft, der sich noch eine Weile hält. Das Rühren hat sich also gelohnt. Ganz davon abgesehen finde ich es auch immer wieder lustig, zuzusehen, wie aus einem weißen Pulver ein Gel „wächst“ 😉

4 Kommentare zu “Olivenöl für’s Haar

  1. Lu
    17. Dezember 2014 um 09:30

    Hallo Miri,
    wäscht man die Spülung nach der Einwirkzeit wieder aus?
    Vielen Dank, danke ohnehin für die vielen tollen Rezepte und Anregungen! (ich hab sie nämlich nachgemacht, aber mit Grapefruitöl statt Bergamotte und Ylang Ylang).
    Lu (vom Seminar im Ökohaus damals)

    • mirjam
      17. Dezember 2014 um 12:47

      Liebe Lu,

      es freut mich, dass du hier einigen Anregungen findest und auch gleich Rezepte ausprobierst 😀 Die Spülung wird nach dem Einwirken wieder ausgewaschen, sonst hat man ja ein Gel im Haar. Statt Xanthan kann man auch gut Guarkernmehl nehmen. Ich habe das Gefühl, dass das für die Haare noch besser ist. Mit Grapefruitöl riecht die Spülung bestimmt richtig schön fruchtig. Viel Spaß beim Ausporbieren und hoffentlich taugt sie auch für deine Haare.

      Liebe Grüße,
      Miri

      • Lu
        18. Dezember 2014 um 08:47

        Liebe Miri,
        gestern hab ich sie ausprobiert und meine Haare fühlen sich ganz weich an (vorher mit Tonerde-Shampoobar gewaschen, die ist vielleicht ergiebig!). Ich bin echt begeistert. Was Selbstmach-Aktionen für Weihnachtsgeschenke nicht alles Gutes für sich haben…!
        Danke!

        Grüße,
        Lu

        • mirjam
          18. Dezember 2014 um 18:16

          Oh ja, die Shampoobars sind echt super. Das war für mich auch eine der Entdeckungen überhaupt, seit ich meine Kosmetik selber mache. Dann hast du jetzt schon mindestens ein Drittel der Rezepte vom nächsten Kurs im Frühling getestet 😉

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