Gerbrunner Muskazinen

muskazinen

Die echten Muska(t)zinen kommen natürlich aus Dettelbach. Der Legende nach ist das Rezept von einem Zuckerbäcker erfunden worden, der von einem pilgernden Kreuzritter ein paar Muskatnüsse aus dem Heiligen Land bekommen hatte. Der Bäcker soll es erst auf seinem Sterbebett unter dem Versprechender Geheimhaltung an einen Dettelbacher Kollegen weitergegeben haben. Aber wie das so mit Geheimnissen ist, sickert doch meist etwas durch und in alten Rezeptbüchern finden sich verschiedene Anleitungen für das leckere Gebäck. Auch wenn ich die Angaben in Loth und Quentchen gerne mag, schreibe ich hier mal meine moderne Variante des Rezeptes auf:

2 Eier
200 g Zucker
100 g gemahlene Mandeln
1 TL Zimt
1 TL Neunerlei Gewürz (Lebkuchengewürz)
1 Messerspitze Nelken
1 Messerspitze Muskat
250 g Mehl
1 TL Backpulver (gehäuft)

Zuerst wird der Zucker mit den Eiern schön schaumig geschlagen, bis er sich großteils gelöst hat. Dann kommen Mandeln und Gewürze dazu, zum Schluss werden Mehl und Backpulver untergeknetet (geht prima mit Handrührgerät und Knethaken). Aus dem Teig werden nun kleine Nüsse, etwas walnussgroß geformt und auf ein Backblech gesetzt. Nach ca. 10 min bei 200°C im Backofen sind die Muskazinen fertig. Schon beim Backen duftet es wie in der Weihnachtsbäckerei 😀 Noch schöner werden die Plätzchen, wenn man sie mit einem traditionellen Holzmodel in Form bringt. Im Original haben sie die Gestalt von zwei zusammenhängenden Jakobsmuscheln. Schließlich haben sie auch als Pilger- und Wallfahrtgebäck begonnen. Schmecken tun sie aber auch ohne Pilgerreise 😉

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