Warum Kosmetik selber machen?

Von wegen viele Köche verderben den Brei! Heute im Kurs haben Jung und Alt Hand in Hand gearbeitet, um diese hübschen Badepralinen und andere Köstlichkeiten für die Haut entstehen zu lassen.

Von wegen viele Köche verderben den Brei! Heute im Kurs haben Jung und Alt Hand in Hand gearbeitet, um diese hübschen Badepralinen und andere Köstlichkeiten für die Haut entstehen zu lassen.

Wozu sollte man sich die Mühe machen, etwas selbst herzustellen, das man so einfach kaufen kann? Gerade wenn der Alltag oft wenig Zeit lässt? Aber heute wurde ich wieder einmal an das Warum erinnert: Es macht einfach Spaß! Zugegeben, manchmal bin ich auch einfach zu faul, mich hinzustellen und ein Duschgel zu rühren. So teuer ist gute gekaufte Naturkosmetik inzwischen auch nicht mehr. Allerdings habe ich noch nie jemanden mit so einem zufriedenen Strahlen im Gesicht aus einer Drogerie laufen sehen, wie es mir meine Kursteilnehmer heute wieder geschenkt haben. Etwas so richtig selbst zu machen, ist doch was ganz anderes als es zu kaufen. Und zusammen macht es natürlich gleich nochmal so viel Spaß. Die Gründe, warum jemand einen Kurs besucht, um Kosmetik selber herstellen zu lernen, sind sehr verschieden – Probleme mit gekauften Kosmetika, Allergien, der Wunsch, Plastikmüll zu vermeiden, oder pure Neugier. Am Anfang wird in den Kursen oft noch viel diskutiert, nachgedacht, hinterfragt, aber spätestens, wenn die Zutaten alle im Becherglas im Wasserbad stehen, es wunderbar nach Kokosöl und Vanille duftet oder die Badepralinen dekoriert werden, steht die Freude am selbermachen eindeutig im Vordergrund. Da kommen wir vom Kopf in den Körper und freuen uns einfach über die wunderbaren Dinge, die uns die Natur zur Schönheitspflege schenkt. Klar, es gibt so viele vorgebliche Gründe, mit denen mehr oder weniger selbst ernannte Experten uns davon überzeugen wollen, auf „dermatologisch bestätigte“ Dinge zu vertrauen. Wer sind wir denn, die Kompetenz von Fachleuten in Frage zu stellen? Herumzuexperimentieren, nicht wissenschaftlich nachgewiesene Sachen auszuprobieren, auf unser Bauchgefühl zu hören? Naja, wir stecken vor allem in unserer Haut und können vielleicht gar nicht so schlecht beurteilen, was ihr gut tut und was nicht. Also, traut euch doch einfach, auch selbst zu entscheiden, was auf eure Haut kommt. Da ist es übrigens oft auch wie beim Kochen und die einfachsten Dinge sind die Besten.

Auf jeden Fall möchte ich auf diesem Weg noch einmal allen meinen Kursteilnehmern danken, die in den letzten Jahren mit dabei waren. Vielleicht liest der/die ein oder andere ja hier mit. Und wie gesagt, wenn ihr Fragen habt oder Rezeptwünsche, nur zu. Vielleicht kommt die Antwort nicht immer sofort, aber über Anregungen und auch Herausforderungen freue ich mich immer 😉 Und falls ihr Lus habt oder noch jemanden kennt, der vielleicht gerne ins Selberrühren einsteigen möchte, in meinem nächsten Kurs Anfang Dezember gibt es noch ein paar Plätzchen (siehe hier).

2 Kommentare zu “Warum Kosmetik selber machen?

  1. 6. November 2016 um 19:02

    Hallo Mirjam,
    Würzburg ist für Spontanaktionen leider doch einen Tick zu weit, auch wenn ich die Tage wieder mal dran vorbeigefahren bin und von der Autobahn einen hastigen Blick auf die Feste geworfen habe. 😉 Kosmetikrühren macht wirklich Spaß und ist auch gar nicht sooo kompliziert, wie ich immer dachte, aber man braucht doch ein bisschen Ruhe dafür. Drum bin ich dieses Jahr bisher nicht mehr dazu gekommen, leider. Die Zutaten habe ich da, u. a. auch den Cetylalkohol, den Du empfohlen hattest – nur weiß ich nicht mehr genau, wofür. 🙁 Ich glaube, für Balsame, oder? Vielleicht hast Du noch mal einen kleinen Link als Erinnerung für mich, das wäre super.
    Liebe Grüße,
    Doris.

    PS: Ich wollte mich auch zu Deiner Achtsamkeitsaktion melden, die mir gut gefallen hat. Die Übungen konnte ich zwar nicht alle in der Form wirklich machen, aber allein die kleinen Denkanstöße haben schon viel ausgelöst!

    • mirjam
      9. November 2016 um 22:00

      Ach schade, über deinen Besuch hätte ich mich gefreut. Cetylalkohol macht die Creme besser verteilbar, lässt sie besser einziehend und macht die Haut schön weich und glatt. Normalerweise verwendet man ihn in Emulsionen zusätzlich zu einem Emulgator (siehe hier und hier).

      Und es freut mich sehr, dass dir die Achtsamkeitsaktion gefallen hat. Mal sehen, vielleicht geht es ja weiter.

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