Geschenke aus der Hexenküche: Wie weiße Schokolade ohne Kalorien

Die dickste Praline der Welt?

Die dickste Praline der Welt?

Keine Sorge, wenn ich eines Tages Schokolade ohne Kalorien erfinden sollte, erfahrt ihr es auf jeden Fall. Leider habe ich es bisher nur dazu gebracht, gutes für die Haut lecker schokoladig duften zu lassen wie zum Beispiel meine Körperbutter hier. Da ich für meinen letzten Kurs wieder herrlich duftende Kakaobutter bestellt hatte, musste ich damit ein Experiment machen. In einschlägigen Läden gibt es ja feste Massagebutterstücke zu kaufen. Da dachte ich mir, das kann man doch bestimmt auch ganz einfach selber machen und wie schön es doch wäre, wenn die auch noch natürlich schokoladig duftet und nicht zu intensiv. Dafür schien mir die Kakaobutter geradezu perfekt und ich wagte mich einfach an das Experiment. Viele Zutaten braucht man dafür wirklich nicht, nur ein bisschen Geduld. In die Massagebutter kommen:

Gute Kakaobutter duftet schon ganz verführerisch nach Schokolade. Naschen erlaubt ;-)

Gute Kakaobutter duftet schon ganz verführerisch nach Schokolade. Naschen erlaubt 😉

40 g Kakaobutter
10 g Macadamianussöl
2 Tr Vanillextrakt
2 Tr Kakaoextrakt

Zuerst wiegt man 90% der Kakaobutter ab (36g) und schmilzt sie zusammen mit dem Öl im Wasserbad. So 40-45°C sind perfekt, über 50°C sollte es nicht werden. Das ist wichtig, damit die Kakaobutter wieder die richtige Kristallstruktur findet, sonst passiert das, was man von Schokolade kennt, die in der Sonne gelegen hat. Sie läuft an und wird grisselig. Ein bisschen Geduld braucht es schon, aber heißer es lohnt sich der Versuchung zu widerstehen, zu höheren Temperaturen zu gehen. Nicht nur im Mund fühlt sich zart schmelzende, homogene Kakaobutter gut an 😉

Ein bisschen Geduld braucht es schon, bis die Kakaobutter bei nicht zu hoher Temperatur geschmolzen ist.

Ein bisschen Geduld braucht es schon, bis die Kakaobutter bei nicht zu hoher Temperatur geschmolzen ist.

Wenn alles geschmolzen ist, nimmt man die Masse aus dem Wasserglas, gibt die restliche Kakaobutter dazu und rührt solange weiter, bis diese auch geschmolzen ist. Diese Prozedur kennen wahrscheinlich die unter euch, die schon mal selbst Pralinen gemacht haben. Man nenn sie Impfen. Die noch festen „Impfkristalle“ helfen der schon flüssigen Kakaobutter beim Festwerden, in die richtige, schön gleichmäßige Kristallstruktur zu kommen. Nach dem Impfen kommen noch Vanille- und Kakaoextrakt dazu und dann kann die Masse auch schon in Förmchen gegossen werden. Das Rezept hier passt gerade schön in eine normale Muffinform. besonders hübsch sehen auch so kleine Kuchenformen aus Silikon aus. Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Zum Festwerden stelle ich sie am liebsten in den Kühlschrank. Das funktioniert recht gut. Bei Zimmertemperatur dauert es oft sehr lange, bis Kakaobutter wieder fest wird und es besteht die Gefahr, dass das Kristallisieren nicht richtig läuft.

Für die Anwednung hält man die Massagebutter erst einmal etwas in der Hand zum Aufwärmen. Da fängt sie schon an zu schmelzen, denn anders als bei Schokolade soll sie ja schon in der Hand und nicht erst im Mund schmelzen. Und gut Aufpassen, dass niemand reinbeißt! Die teile duften nämlich sehr lecker, sehen aus wir große Pralinen und sind an sich auch essbar. Allerdings so ganz ohne Zucker, schmecken sie sicher nicht so herausragend 😉

4 Kommentare zu “Geschenke aus der Hexenküche: Wie weiße Schokolade ohne Kalorien

  1. 5. Dezember 2016 um 22:57

    Mjamm, das Ding sieht richtig lecker aus. Ich liebe weiße Schokolade! Ich muss mir wieder ein Öl besorgen, um ein bisschen was rühren zu können. Was ist das denn für ein Thermometer, das Du verwendest, ist das was Spezielles?
    Liebe Grüße,
    Doris

    • mirjam
      6. Dezember 2016 um 17:32

      Ein bisschen Öl im Haus zu haben schadet nie. Kann man ja auch so schnell in ein edles Masageöl verwandeln 😉

      Mein Thermometer ist ein normales Laborthermometer und quasi unkaputtbar. Die sind echt nicht teuer und sehr praktisch, nicht nur für die Kosmetikrührerei.

  2. 6. Dezember 2016 um 06:27

    Das wollte ich auch immer nochmal ausprobieren! Macadamiaöl werde ich aber wohl durch Mandel ersetzen, das habe ich noch da =) Hast du bereits Erfahrung mit der Anwendung? Braucht man für eine Massage den ganzen Bar auf?
    LG,
    Atessa

    • mirjam
      6. Dezember 2016 um 17:36

      Mit Mandelöl geht es genauso. Ich hatte eben noch Macadamianussöl übrig. Das ist inzwischen eines meiner Favoriten für Körper- und Massageöle. Von dem Bar braucht man wirklich nicht viel für eine Anwendung. Der reicht für etliche Massagen. Ich nehme ihn auch gerne nach dem Duschen statt Öl. Auf der warmen Haut lässt er sich besonders gut anwenden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.