Nana

minzcreme

… so nenne ich meine Marokkanische Minze, die üppig im Balkonkasten wächst und neben dem Oregano ein Liebling der Bienen und Hummeln ist. Mit ihrem schönen Spearmint-Aroma macht sie sich nicht nur wie traditionell im grünen Tee gut, sondern gibt auch pur einen leckeren Minztee oder eine gut Grundlage für Süßspeisen. Mein Favorit ist eine ganz einfach Minzcreme. Man nehme dafür:

1 Hand voll frische Minzblätter
1 Päckchen Schlagcreme
150 ml Milch, Mandelmilch, Sojamilch o.ä.
1 TL Zucker
Schokosoße

Die Milch wird aufgekocht und über die grob gehackten Minzblätter in eine Schüssel geschüttet. Zum Ziehen und Abkühlen kann man das Gemisch in den Kühlschrank stellen, bis es gut gekühlt ist. Dann gießt man die Minzmilch durch ein Sieb in eine Rührschüssel und schlägt sie mit dem Schlagcremepulver und dem Zucker zu einer Creme auf. Die wird in kleine Schüsselchen gefüllt, mit Schokoladensoße übergossen (ich mag am liebsten die, die wie Glasur fest wird) und stellt sie noch eine Weile in den Kühlschrank. Fertig ist die minzige Nachspeise 😀

Erfrischung für die Haut

Heiß, heiß, heiß! Das ist im Moment das einzige, was man zum Wetter sagen kann. Immerhin machen die Hundstage dieses Jahr ihrem Namen alle Ehre. Von der normalen Creme bin ich jetzt auf ein kühlendes Gesichtsgel umgestiegen. Das ist auch ganz einfach und schnell gerührt, ohne Herd und Wasserbad. Die Zutaten sind:

40 g Neroliwasser
5 g kosmetisches Basiswasser
0,5 g Xanthan
0,5 g Lysolecithin
0,5 g Klettenwurzelöl
0,5 g Bioschwefel
3 Tr ätherisches Zypressenöl

Zuerst verrührt man das Xanthan mit dem kosmetischen Basiswasser. Anschließend löst man darin die restlichen Wirkstoffe und gibt unter Rühren nach und nach das Wasser dazu, so dass ein schön homogenes Gel entsteht. Im Kühlschrank aufbewahrt wird das morgendliche Eincremen damit zu einer besonderen Erfrischung.

Meeresbrise

strand

Wenn man den Sommer mal nicht am Meer verbringen kann, so lässt sich zumindest für die Haut ein bisschen von der Wohltat eines Meerbades nach Hause bringen. Meersalz oder Salz aus dem Toten Meer kriegt man in jeder Drogerie. Um einen ähnlichen Salzgehalt wie im Meer (durchschnittlich 3,5% Massenanteil) zu erhalten, braucht man für ein Vollbad etwa 500 g Salz. Natürlich muss man bei den momentanen Sommertemperaturen nicht warm Baden. Da darf es auch etwas kühler sein. Ein besonderes Geschenk für die Haut ist eine Maske aus Meeresschlamm. Der ist nicht so einfach zu bekommen, mit Tonerde kann man aber auch ein brauchbares Imitat herstellen:

2 TL grüne Tonerde
1 TL Meersalz

Das Meersalz im Mörser zerstoßen, mit der Tonerde vermischen und mit etwas Wasser anrühren. Fertig! Diese Menge reicht für Gesicht und Dekolleté. Wenn man Zeit und Lust hat, kann man mehr davon machen und sich am ganzen Körper damit einreiben. Danach fühlt man sich wie aus dem Ei gepellt. Man kann natürlich auch andere Tonerde oder Lösserde nehmen, aber die grüne erinnert am meisten an Schlamm 😉

Mohn und Honig

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Mohn blüht schön, schmeckt lecker und sogar für die schnelle Küchenkosmetik ist er gut. Er gibt nämlich einen prima Peelinggrundstoff ab. Wenn die Reinigung also etwas gründlicher sein darf und man gerade sonst nichts zur Hand hat, nimmt man einfach

1 EL Mohn
1 EL flüssigen Honig

verrührt das schön und fertig ist das Peeling 😀 Es eignet sich für’s Gesicht genauso wie für den Körper und macht die Haut wunderbar weich.

Silikonfrei

shampoobar

Beim Wort Silkon denkt man sicher zuerst an etwas anderes als an Haare. Allerdings haben viele Leute viel Silikon im Haar, ohne es zu wissen, da in den meisten Shampoos Silikon enthalten ist. Es legt sich wie ein Film um das Haar, macht es leichter kämmbar und füllt brüchige Stellen auf. Der Nachteil ist, dass sich so immer mehr Silikon im Haar anlagert und es schlapp und schwer werden lassen. Abgesehen davon steht Silikon im Verdacht, Allergien auszulösen. Daher habe ich mich auch mal auf das Experiment eingelassen, auf Silikon in der Haarpflege zu verzichten. Am Anfang ist diese „Entziehungskur“ nicht so einfach gewesen. Die Haare wurden erst mal störrisch und ließen sich nicht so gut kämmen, aber nach über einem halben Jahr ohne Silikon, bin ich durchaus zufrieden. Auch ohne Schuppenshampoo habe ich keine Probleme mehr mit der Kopfhaut und den Haaren geht es auch bestens. Besonders praktisch zum Haarewaschen finde ich die festen Shampoo-Bars, die man auch ganz leicht selber kneten kann. Man braucht:

50 g SLSA
6 g grüne Tonerde
8 g Klettenwurzelöl
6 g Mandelöl
0,5 g Lysolecithin

Zuerst wiegt man das SLSA-Pulver und die Tonerde in eine Schüssel, dann die restlichen Zutaten. Nun verknetet man das Ganze möglichst ohne viel Staub aufzuwirbeln. Da gerade das SLSA ein sehr feines Pulver ist, bietet es sich sich an einen Mundschutz zu tragen, denn Tenside auf die Schleimhäute zu bekommen, ist weniger angenehm. Diesen Teig presst man dann in eine Form – ich nehme dafür immer ganz normale Papier-Muffinfömchen – und lässt ihn einen Tag trocknen. Wenn er fest genug ist, kann man ihn wie ein Stück Seife für Haut und Haar verwenden. Tonerde und Klettenwurzelöl sind gut für die Kopfhaut und die Haare werden ganz silikonfrei sauber.

Waldmeisterlich!

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Leider findet man die Waldmeisterlimonade, die so richtig nach Waldmeister schmeckt und die ich als kleines Mädchen so gerne getrunken habe, nicht mehr und auch richtig leckeren Waldmeistersirup, der nicht zu chemisch scheckt, konnte ich bisher noch nicht auftreiben. Da hilft nur eines: selber machen. Das ist gar nicht schwer. Man braucht dafür nur:

1 Bund Waldmeister
500 g Wasser
500 g Zucker
1 TL Zitronensäure

Den Waldmeister lässt man wie für die Bowle am besten über Nacht anwelken, damit er sein typisches Aroma entfaltet. Dann kocht man das Wasser auf, löst den Zucker darin auf und lässt es etwas abkühlen. In dem abgekühlten Sirup weicht man den Waldmeister ein  und lässt ihn über Nacht ziehen, bevor man ihn abfiltert. Zu dem Sirup kommt die Zitronensäure und für die Haltbarkeit wird er noch einmal kurz bis zum Kochen erhitzt und dann heiß in saubere Flaschen abgefüllt. Schon hat man den leckeren Waldmeistergeschmack in Flaschen 😀

Der Vorsicht halber muss natürlich erwähnt werden, dass Waldmeister Cumarin enthält, das in größeren Mengen konsumiert der Gesundheit abträglich ist. Aber es gibt sicher vieles, was schädlicher ist als hin und wieder ein Glas Wasser mit Waldmeistersirup.